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zirkadiane

Die zirkadiane Rhythmik ist ein innerer biologischer Rhythmus, der sich über etwa 24 Stunden erstreckt und den Schlaf-Wach-Zyklus sowie viele andere Körperfunktionen wie Hormonausschüttung, Blutdruck und Körpertemperatur steuert. Gesteuert wird dieser Rhythmus vom Gehirn (insbesondere dem Hypothalamus) und passt sich über Signale wie Licht, an den Tagesablauf an.
Wichtige Aspekte der zirkadianen Rhythmik:
  • Tagesrhythmus: Der offensichtlichste zirkadiane Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Zyklus. Aber auch andere Körperfunktionen schwanken im Tagesverlauf, zum Beispiel der Blutdruck.
  • Steuerung: Der Prozess wird vom Gehirn aus gesteuert, genauer gesagt durch ein Areal im Hypothalamus, das den suprachiasmatischen Nucleus (SCN) nennt.
  • Licht als Taktgeber: Der SCN erhält Signale vom Auge, um die innere Uhr an den Tag-Nacht-Wechsel anzupassen. Licht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, während Dunkelheit sie fördert.
  • Hormone: Die Rhythmik wird durch Hormone wie Cortisol und Melatonin reguliert. Diese wirken gegensätzlich, aber komplementär, um den Wechsel zwischen Wachheit und Schlaf zu steuern.
  • Auswirkungen bei Störungen: Eine Störung des Rhythmus kann Schlafprobleme verursachen und zu gesundheitlichen Problemen führen, z. B. durch Schichtarbeit, Jetlag oder bestimmte Krankheiten.
  • Lebensübergreifend: Die zirkadiane Rhythmik ist nicht nur beim Menschen, sondern auch bei vielen anderen Lebewesen zu finden, von Pflanzen bis zu Bakterien.