Fatigue (anhaltende Erschöpfung) ist ein tiefgreifender, körperlicher und geistiger Erschöpfungszustand. Im Gegensatz zu normaler Müdigkeit bessert er sich durch Schlaf oder Ruhepausen nicht. Sie tritt häufig als Begleitsymptom bei chronischen Erkrankungen (z. B. Gehirnverletzungen, MS oder Long-Covid) auf.
Hier finden Sie eine Übersicht über den Zustand:
Fatigue vs. normale Müdigkeit
- Normale Müdigkeit: Tritt nach Anstrengung (z. B. Sport oder Schlafmangel) auf und verschwindet nach ausreichend Ruhe.
- Fatigue: Ein anhaltender, krankhafter Energiemangel. Er tritt oft ohne vorherige Aktivität auf und sorgt für das Gefühl völliger Kraftlosigkeit.
Typische Symptome
- Körperlich: Schweregefühl in den Gliedern, allgemeine Schwäche, Muskelschwäche und ein erhöhtes Schlafbedürfnis.
- Geistig: Konzentrationsprobleme, nachlassende Aufmerksamkeit und Vergesslichkeit.
- Seelisch: Motivationsverlust, Reizbarkeit und das Gefühl von Kontrollverlust.
Häufige Ursachen
Fatigue kann durch eine Vielzahl von physischen und psychischen Faktoren ausgelöst werden:
- Begleiterscheinung: Tritt häufig bei schweren Grunderkrankungen wie Krebs, Multipler Sklerose (MS), Parkinson oder COVID-19 auf.
- Weitere Faktoren: Mangelernährung, hormonelle Störungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) oder Blutarmut (Anämie).
- ME/CFS: Das eigenständige Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS), das häufig nach fiebrigen Infekten (wie Grippe oder Pfeifferschem Drüsenfieber) ausbricht.
- Gehirnverletzung: Schlaganfall, SHT, MS, Hirnblutung
Diagnostik und Hilfe
Da es sich oft um eine Ausschlussdiagnose handelt, müssen andere mögliche Ursachen von Ärzten oder Fachkliniken untersucht werden.