“Luschkae” (oder Foramina Luschkae) bezieht sich in der Anatomie auf die beiden seitlichen Öffnungen des vierten Hirnventrikels, die den Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) in den Subarachnoidalraum ableiten, während es auch eine umgangssprachliche Bezeichnung für Luschka-Gelenke (Uncovertebralgelenke in der Halswirbelsäule) und die Schlundmandel (Tonsilla pharyngealis) sein kann, benannt nach dem Anatomen Hubert von Luschka.
Anatomische Strukturen
- Foramina Luschkae (Aperturae laterales ventriculi quarti): Seitliche Öffnungen am vierten Hirnventrikel, die das Abfließen von Liquor in den Zisternenraum ermöglichen.
- Luschka-Gelenke (Uncovertebralgelenke): Kleine Gelenke zwischen den unteren Halswirbelkörpern, die seitliche Bewegungen begrenzen.
- Luschka-Mandel (Tonsilla pharyngealis / Adenoide/Rachenmandel): Lymphatisches Gewebe im Rachen, das bei Vergrößerung zu Atembeschwerden führen kann.
Andere Bedeutungen
- Ductus Luschkae: Eine anatomische Variante der Gallengänge, die bei Operationen eine Rolle spielen kann.
Zusammenfassend: Je nach Kontext bezieht sich “Luschkae” auf Öffnungen im Gehirn, Gelenke in der Wirbelsäule, Gewebe im Rachen oder Gallengänge, alle benannt nach dem Anatomen Hubert von Luschka.