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Vitamine

Vitamine sind lebenswichtige organische Verbindungen, die der Körper in kleinen Mengen benötigt, um zu funktionieren, aber nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann. Sie müssen daher über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden und sind für viele Stoffwechselprozesse, wie Zellaufbau, Energiegewinnung und Schutz vor Schäden, unerlässlich. Man unterscheidet sie in fettlösliche (A, D, E, K) … Weiterlesen

Vojota

Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode für Säuglinge, Kinder und Erwachsene, die durch Druck auf bestimmte Körperzonen in Reflexzonen (Reflexfortbewegung) angeborene Bewegungsmuster im Gehirn aktiviert. Sie wird bei neurologischen Schädigungen, Bewegungsstörungen, Skoliose oder Hüftdysplasien eingesetzt, um die Aufrichtung, Mobilität und Atmung zu verbessern.

Vojta‑Therapie

Vojta‑Therapie ist eine neurophysiologische Behandlungsmethode, die über gezielte Druckpunkte angeborene Bewegungsmuster wie Rollen, Krabbeln oder Aufrichten reaktiviert. Sie wird häufig bei neurologischen Erkrankungen, Entwicklungsstörungen oder Bewegungsblockaden eingesetzt und kann auch Erwachsenen helfen, verlorene Bewegungsfunktionen wieder zugänglich zu machen.

Vorderhirn

Das Vorderhirn (lateinisch Prosencephalon) ist der größte und komplexeste Teil des Gehirns bei Wirbeltieren und dem Menschen. Es steuert höhere kognitive Funktionen wie Denken, Problemlösung und Emotionen sowie die Verarbeitung von Sinnesinformationen. Anatomisch gliedert es sich in zwei Hauptbereiche: Endhirn (Telencephalon): Beinhaltet die Großhirnrinde und ist Sitz unseres Bewusstseins. Zwischenhirn (Diencephalon): Zentrale Schaltstelle für die … Weiterlesen

Wake-up Stroke

Ein Wake-up-Stroke (WUS) ist ein ischämischer Schlaganfall, der sich unbemerkt während des Schlafs ereignet, wobei die Symptome erst beim Erwachen bemerkt werden. Etwa 20-30 % aller Schlaganfälle fallen in diese Kategorie, was die Akutbehandlung (wie die Thrombolyse) aufgrund des unklaren Zeitpunkts erschwert. Dank spezieller MRT-Bildgebung (DWI-FLAIR-Mismatch) können geeignete Patienten identifiziert werden. Wichtige Fakten zum Wake-up-Stroke: Definition: Der Schlaganfall ereignete … Weiterlesen

Wernicke-Gang

Der “Wernicke-Gang” (genauer: Wernicke-Mann-Gangbild) beschreibt ein pathologisches Gangmuster, bei dem das betroffene Bein nach einer Hirnschädigung (oft Schlaganfall) nicht normal nach vorne gezogen werden kann, sondern seitlich im Halbkreis (Zirkumduktion) geführt wird, weil die Kniebeugung (Flexion) fehlt und das Bein nachgeschleift wird. Es ist ein Zeichen einer spastischen Lähmung (Hemiparese) auf der dem Schlaganfall gegenüberliegenden Seite, verbunden … Weiterlesen

Wiedereingliederung

Die Wiedereingliederung (oft als „Hamburger Modell“ bezeichnet) ist eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme, die Arbeitnehmer nach längerer Krankheit stufenweise an ihren Arbeitsplatz zurückführt. Sie dient der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, wobei der Mitarbeiter während des Prozesses offiziell arbeitsunfähig bleibt und die Arbeitszeit schrittweise steigert.

zentrale neuropathische Schmerzsyndrom

Das zentrale neuropathische Schmerzsyndrom ist ein chronischer Schmerz, der durch eine direkte Schädigung oder Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) verursacht wird. Typisch sind brennende, einschießende Schmerzen, oft nach Schlaganfällen, MS oder Rückenmarksverletzungen. Die Behandlung erfolgt meist mit Antidepressiva oder Antiepileptika, da herkömmliche Schmerzmittel selten wirken. Ursachen und Hintergründe: Schlaganfall: Insbesondere Thalamusinfarkte (sog. Central Post-Stroke Pain (CPSP)). Erkrankungen/Verletzungen: Multiple Sklerose, … Weiterlesen

Zentralnervensystem

1. Definition Als das Zentralnervensystem, kurz ZNS, des Menschen bezeichnet man die im Gehirn und Rückenmark gelegenen Nervenstrukturen, welche die zentrale Reizverarbeitung, d.h. die Integration und Koordination der aus der Peripherie einlaufenden sensorischen Reize vornehmen. Zudem ist das ZNS Sitz der Auslösung der willkürlichen Motorik, die dem Menschen eine gezielte Reaktion auf die Umweltbedingungen ermöglicht, und der Ort des unbewussten und bewussten Denkens. Vom ZNS topografisch abgegrenzt … Weiterlesen

Zerebralparese

Zerebralparese (CP) ist eine Gruppe von neurologischen Erkrankungen, die durch eine nicht fortschreitende Schädigung des Gehirns vor, während oder kurz nach der Geburt verursacht werden. Sie äußert sich in motorischen Störungen wie Muskelsteifheit (Spastik), Bewegungseinschränkungen, Haltungsproblemen und Koordinationsschwierigkeiten, die lebenslang bestehen. Neben den motorischen Symptomen können auch andere Beeinträchtigungen wie Sprach-, Seh-, Hör- oder kognitive Probleme auftreten.   Ursachen … Weiterlesen

Zerebrum

Das Zerebrum, auch Großhirn oder Endhirn genannt, ist der größte Teil des Gehirns, der für Denken, Bewusstsein und Handeln verantwortlich ist. Es ist in zwei Hälften (Hemisphären) unterteilt und besteht aus der Hirnrinde (graue Substanz), der weißen Substanz sowie subkortikalen Strukturen. Das Zerebrum empfängt und verarbeitet Sinnesinformationen und steuert unter anderem Sprache, Emotionen und Lernen.   Hauptbestandteile Hirnrinde (Cerebraler Kortex):  … Weiterlesen

zirkadiane

Die zirkadiane Rhythmik ist ein innerer biologischer Rhythmus, der sich über etwa 24 Stunden erstreckt und den Schlaf-Wach-Zyklus sowie viele andere Körperfunktionen wie Hormonausschüttung, Blutdruck und Körpertemperatur steuert. Gesteuert wird dieser Rhythmus vom Gehirn (insbesondere dem Hypothalamus) und passt sich über Signale wie Licht, an den Tagesablauf an. Wichtige Aspekte der zirkadianen Rhythmik: Tagesrhythmus: Der offensichtlichste zirkadiane … Weiterlesen