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Abduktion

Abduktion bedeutet entweder das seitliche Abspreizen eines Körperteils von der Körpermitte in der Medizin, oder in der Erkenntnistheorie das logische Schließen von einer Beobachtung auf die wahrscheinlichste Erklärung. In der Medizin wird die Bewegung, bei der ein Arm oder Bein seitlich vom Körper weggeführt wird, als Abduktion bezeichnet (Gegenteil der Adduktion). In der Logik ist die Abduktion … Weiterlesen

Acetylcholin

Acetylcholin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der Funktionen in Gehirn und Körper steuert, darunter die Skelettmuskelkontraktion, Herzschlag, Atmung, Verdauung sowie Aufmerksamkeit und Lernen. Es ist ein Botenstoff, der über nikotinische und muskarinische Rezeptoren wirkt und dabei hilft, Signale zwischen Nervenzellen und Muskeln zu übertragen. Die Wirkung kann durch den Abbau des Enzyms Acetylcholin-Esterase beendet werden.  Funktionen im Körper … Weiterlesen

Adduktion

Adduktion ist die Bewegung, bei der ein Körperteil zur Körpermitte oder zur Längsachse einer Extremität herangeführt wird. Sie ist das Gegenteil der Abduktion (Wegspreizen) und findet in der Frontalebene statt. Beispiele hierfür sind das Heranziehen des Arms zum Körper oder das Zusammenführen der Beine. Was Adduktion bedeutet Definition: Adduktion ist das Heranführen eines Körperteils an die Körpermitte. … Weiterlesen

Adipositas

Adipositas (lat. adeps  für ‚Fett’) oder Fettleibigkeit ist eine Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung mit starkem Übergewicht, die sich in einer übermässige Zunahme des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen zeigt. Umgangssprachlich nennt man sie deshalb auch ‚Fettsucht’.

Adrenalin

Adrenalin wird auch als Stresshormon bezeichnet. Es ist unter anderem dafür verantwortlich, dass sich der Herzschlag beschleunigt und der Blutdruck steigt. Das macht den Körper leistungsfähiger. Zu viel Adrenalin kann auf einen meist gutartigen Tumor hinweisen.

Affektinkontinenz

Affektinkontinenz (auch pseudobulbäre Affektstörung, PBA) ist eine neurologische Störung, bei der Gefühlsäußerungen (Weinen, Lachen) unkontrollierbar, übertrieben stark und oft unangemessen auf geringe Auslöser folgen, ohne dass die Person dies willentlich steuern kann, was zu Scham führt. Sie unterscheidet sich von der Affektlabilität durch das fehlende Übereinstimmen von Gefühl und Ausdruck, oft verursacht durch Hirnschäden (z.B. nach Schlaganfall, Demenz, … Weiterlesen

Affolter

Was ist Affolter? Die Affolter Methode ist eine innovative Therapieform, die von der Schweizer Ergotherapeutin Dr. Felicie Affolter entwickelt wurde. Diese Methode zielt darauf ab, Menschen mit Wahrnehmungseinschränkungen oder motorischen Einschränkungen zu helfen, ihre Umwelt besser zu begreifen und sich sicher im Alltag zu bewegen. Durch gezielte, handgeführte Bewegungen fördern wir das Wahrnehmungsvermögen und unterstützen … Weiterlesen

Agilik-Orthese

Eine Agilik-Orthese ist eine intelligente, robotische Knieorthese, die für Personen mit Gehschwierigkeiten entwickelt wurde, um die Mobilität zu verbessern. Sie analysiert in Echtzeit den Gang und unterstützt die Kniebeugung und -streckung aktiv, was zu einer verbesserten Haltung, erhöhten Gehfähigkeit und weniger Ermüdung führt.  Funktionen und Anwendungsbereiche: Unterstützung des Gangbildes:  Agilik ist darauf ausgelegt, den Gang zu … Weiterlesen

Allodynie

Allodynie ist eine schmerzhafte Wahrnehmung, bei der Reize, die normalerweise harmlos sind, Schmerzen verursachen, wie etwa leichte Berührungen. Dieses Phänomen beruht auf einer Fehlfunktion der Nerven und kann bei verschiedenen Erkrankungen wie Sonnenbrand, Nervenschädigungen (z.B. Polyneuropathie) oder Migräne auftreten. Beispiele sind die Empfindung von Schmerz durch die Bettdecke auf der Haut oder durch das Streichen über … Weiterlesen

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine und sind für den Körper in vielerlei Hinsicht essenziell: Sie sind notwendig für den Aufbau und die Reparatur von Muskeln, Haut, Haaren und Organen, spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und Immunsystem und sind an der Produktion von Hormonen und Neurotransmittern beteiligt. Sie dienen zudem als Energielieferanten. 

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

  Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an ALS. Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, nur selten sind jüngere Erwachsene betroffen. Männer erkranken etwas öfter als Frauen (1,6:1). Die Häufigkeit der ALS scheint weltweit etwas zuzunehmen. Das Krankheitstempo ist bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich, die Lebenserwartung … Weiterlesen

Aneurysma

Ein Aneurysma ist eine lokale Aussackung eines Blutgefäßes, die sich aufgrund einer Schwächung oder Schädigung der Gefäßwand entwickelt. Aneurysmen können überall im Körper auftreten. Neben der Hauptschlagader (Aorta) sind besonders häufig die Blutgefäße des Gehirns betroffen.

Anopsie

Anopsie (wörtlich für “Unkenntnis” oder “Erkenntnislosigkeit”) bezeichnet den Verlust der Sehkraft, der entweder vollständig oder partiell sein kann. Der Begriff wird meist als Bestandteil komplexerer Fachbegriffe wie Hemianopsie (halbseitiger Ausfall des Gesichtsfeldes) oder Quadrantenanopsie (Ausfall eines Viertels des Gesichtsfeldes) verwendet. Ursachen können Schädigungen des Sehnervs, des Gehirns (z. B. nach einem Schlaganfall) oder des Sehnervenzentrums sein. Arten von Anopsien … Weiterlesen

Antioxidantien

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die den Körper vor Schäden durch “freie Radikale” schützen. Sie neutralisieren diese reaktiven Moleküle, die durch Stoffwechselprozesse, aber auch durch äußere Einflüsse wie Rauchen, UV-Strahlung und Umweltgifte entstehen. Freie Radikale können Zellschäden verursachen, die zur Alterung und der Entstehung von Krankheiten beitragen, und Antioxidantien helfen, dies zu verhindern.  Wirkungsweise Radikalfänger: Antioxidantien fangen freie … Weiterlesen

Aphasie

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung, die die Beeinträchtigung von Wortverständnis oder Wortproduktion oder nichtverbalen Entsprechungen von Wörtern umfasst. Sie resultiert aus einer Funktionsstörung der Sprachzentren in der Großhirnrinde und in den Basalganglien oder den verbindenden Bahnen in der weißen Substanz.  

Apoplex

Unter einem Apoplex bzw. einer Apoplexie versteht man die plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs. Durch die Durchblutungsstörung kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung mit anschließendem Gewebsuntergang. Der Begriff ist veraltet, wird jedoch in der klinischen Umgangssprache teilweise noch verwendet.

Aquaeductus mesencephali

Der Aquaeductus mesencephali (auch Hirnwasserkanal, Aquädukt des Sylvius oder Aquaeductus cerebri genannt) ist ein schmaler, mit Hirnwasser (Liquor) gefüllter Kanal, der den dritten und vierten Hirnventrikel im Mittelhirn (Mesencephalon) verbindet und den Flüssigkeitstransport im Gehirn ermöglicht. Eine Verengung dieses Kanals (Aquäduktstenose) ist eine häufige Ursache für einen Hydrozephalus (Wasserkopf), da der Liquor nicht abfließen kann. Wichtige Fakten … Weiterlesen

Arachnoidea

Die Arachnoidea (Spinnwebenhaut) ist die mittlere der drei Hirnhäute, die Gehirn und Rückenmark umgeben, liegt zwischen der äußeren Dura mater und der inneren Pia mater und bildet mit der Pia mater die Leptomeninx, wobei der Raum zwischen ihnen, der Subarachnoidalraum, mit Liquor gefüllt ist, was für die Zirkulation der Hirnflüssigkeit und den Schutz des ZNS wichtig … Weiterlesen

Arteria meningea media

Die Arteria meningea media heißt auf Deutsch mittlere Hirnhautarterie und ist ein wichtiges Blutgefäß, das die Dura mater (harte Hirnhaut) und die Schädelknochen von innen mit Blut versorgt. Sie entspringt der Arteria maxillaris (Oberkieferarterie), zieht durch das Foramen spinosum in die Schädelhöhle, wo sie sich verzweigt und bei Schädelverletzungen oft die Ursache für gefährliche Epiduralhämatome (Blutergüsse zwischen Schädelknochen und … Weiterlesen

Arteriosklerose 

Eine Arteriosklerose entsteht, wenn sich über Jahre Cholesterin, Fettsäuren sowie andere Bestandteile aus dem Blut in der mittleren und inneren Schicht der Gefäßwand einlagern beziehungsweise festsetzen. So bilden sich sogenannte Plaques, verhärtete Stellen in der Arterienwand – ein chronisch entzündlicher Prozess.