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venöses Frakturhämatom

Ein venöses Frakturhämatom ist eine Blutansammlung (Hämatom) im Bereich einer Fraktur (Knochenbruch), die aus dem venösen System stammt, oft durch die Verletzung einer Vene durch den Knochenbruch selbst, insbesondere im Schädelbereich (venöses Epiduralhämatom) oder bei tiefen Venen. Im Gegensatz zu arteriellen Blutungen sind venöse Hämatome meist langsamer in der Entwicklung, aber dennoch eine ernsthafte Komplikation, da sie Raum einnehmen und Druck auf Strukturen ausüben können, beispielsweise wenn eine Fraktur einen venösen Sinus im Schädel kreuzt.
Wichtige Merkmale und Beispiele:
  • Ursprung: Ein venöses Hämatom entsteht, wenn eine Vene beschädigt wird, oft durch eine scharfe Frakturkante, die die Vene durchtrennt oder quetscht.
  • Lokalisation: Häufig bei Schädelfrakturen anzutreffen, die über die Sinus durae matris (venöse Blutleiter im Schädel) verlaufen.
  • Entwicklung: Entwicklung langsamer als bei arteriellen Blutungen, aber mit ernstem raumfordernden Effekt.
  • Spezifisches Beispiel: Ein venöses Epiduralhämatom (EDH) kann bei einer linearen Schädelbasis-Fraktur entstehen, die einen venösen Sinus kreuzt und das Blut in den epiduralen Raum leitet, was zu neurologischen Symptomen führt. 
Zusammenfassend: Es handelt sich um eine Blutung, die aus einer beschädigten Vene resultiert und oft mit einem Knochenbruch, insbesondere am Schädel, verbunden ist, was zu einer langsameren, aber potenziell gefährlichen Schwellung (Hämatom) führt.