Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel entscheidend ist. Es kommt in zwei Hauptformen vor: Vitamin K1 (Phyllochinon), das in pflanzlichen Lebensmitteln wie grünem Gemüse zu finden ist, und Vitamin K2 (Menachinone), das in tierischen und fermentierten Produkten vorkommt. Ein Mangel kann zu Blutungsstörungen führen, weshalb Neugeborenen prophylaktisch Vitamin K verabreicht wird.
Funktionen und Bedeutung
- Blutgerinnung:
Vitamin K ist unerlässlich für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren und verhindert dadurch unkontrollierte Blutungen.
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Knochengesundheit:Es spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung von Knochenproteinen, was den Knochenabbau verlangsamen und das Osteoporose-Risiko senken kann.
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Gefäßgesundheit:Vitamin K schützt Blutgefäße und Knorpel vor Verkalkung, indem es Calcium dorthin leitet, wo es hingehört (Knochen), und dort, wo es nicht hingehört (Blutgefäße), auslagert.
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Zellteilung und Reparatur:Es unterstützt die Zellteilung und ist an Reparaturvorgängen in verschiedenen Organen beteiligt.
Wichtige Vitamine und Vorkommen
- Vitamin K1 (Phyllochinon): Findet sich hauptsächlich in grünen Blattgemüsen wie Spinat und Kohl.
- Vitamin K2 (Menachinon): Kommt in tierischen Produkten wie Eiern und Milchprodukten sowie in fermentierten Lebensmitteln vor.
Mangelerscheinungen und Risikofaktoren
- Ein Mangel kann zu Blutungen führen, die sich als blaue Flecken, Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen oder Blutungen aus Wunden äußern können.
- Bei Neugeborenen kann ein Mangel lebensgefährliche Blutungen im Gehirn verursachen.
- Leberschäden, Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenblase sowie Darmerkrankungen und die Einnahme von Antibiotika können die Aufnahme und körpereigene Produktion von Vitamin K beeinträchtigen.
Empfehlungen
- Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt je nach Alter und Geschlecht zwischen 60 und 80 Mikrogramm.
- Eine ausreichende Versorgung lässt sich durch den Verzehr von grünem Gemüse, Milchprodukten und Fleisch sicherstellen.
- Gestillte Säuglinge erhalten nach der Geburt prophylaktisch Vitamin K, da die Konzentration in der Muttermilch gering ist.