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Schulter-Hand-Syndrom

Das Schulter-Hand-Syndrom (SHS) ist ein Oberbegriff für Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit, die von der Halswirbelsäule über die Schulter in den Arm bis in die Hand ausstrahlen. Ursachen sind oft muskuläre Verspannungen, eingeklemmte Nerven (z.B. bei einem Bandscheibenvorfall), Fehlhaltungen oder degenerative Veränderungen, die zu Schwellungen und Verklebungen führen können, besonders nach einem Schlaganfall. Symptome sind brennende Schmerzen, oft nachts schlimmer, Bewegungseinschränkungen und Missempfindungen wie Kribbeln oder Kältegefühl.
Ursachen
  • Muskuläre Verspannungen: Häufig durch einseitige Belastung, z.B. bei Computerarbeit.
  • Eingeklemmte Nerven: Druck auf Nerven in der Halswirbelsäule (z.B. durch Bandscheibenvorfall).
  • Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS): Druck auf Blutgefäße oder Nerven im Bereich des oberen Brustkorbs.
  • Nach Schlaganfall (Hemiplegie): Schwellungen und Verklebungen in Hand und Schulter.
  • Impingement-Syndrom: Einklemmung der Sehnen unter dem Schulterdach. 
Symptome
  • Schmerzen (brennend, ziehend) in Nacken, Schulter, Arm und Hand.
  • Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schwäche.
  • Kältegefühl oder Blässe des Arms.
  • Anschwellen der Hand.
  • Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bei bestimmten Bewegungen.
Was tun?
  • Ärztliche Abklärung: Wichtig zur genauen Diagnose (z.B. Röntgen, MRT).
  • Physiotherapie: Mobilisation, Dehnung, Lösung von Verspannungen.
  • Übungen: Spezielle Übungen zur Lockerung der Muskulatur.
  • Lagerung: Bei Lähmungen korrekte Lagerung des Arms (z.B. auf einem Tisch mit weicher Unterlage).
  • Schmerzlinderung: Bei akuten Phasen hilft oft Wärme oder Kälte, Medikamente zur Muskelentspannung.
Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden länger als ein bis zwei Wochen bestehen bleiben, die Schmerzen sehr stark sind oder Taubheitsgefühle und Kraftverlust auftreten.