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Affektinkontinenz

Affektinkontinenz (auch pseudobulbäre Affektstörung, PBA) ist eine neurologische Störung, bei der Gefühlsäußerungen (Weinen, Lachen) unkontrollierbar, übertrieben stark und oft unangemessen auf geringe Auslöser folgen, ohne dass die Person dies willentlich steuern kann, was zu Scham führt. Sie unterscheidet sich von der Affektlabilität durch das fehlende Übereinstimmen von Gefühl und Ausdruck, oft verursacht durch Hirnschäden (z.B. nach Schlaganfall, Demenz, MS). Behandlungen zielen darauf ab, die zugrundeliegende Ursache zu behandeln und Symptome zu kontrollieren, oft durch Medikamente, die Serotonin beeinflussen.
Was ist Affektinkontinenz?
  • Verminderte Steuerbarkeit: Die Fähigkeit, Gefühle zu regulieren, ist gestört.
  • Unkontrollierbare Ausbrüche: Plötzliches, intensives Weinen oder Lachen, das nicht zum emotionalen Zustand passt (z.B. Weinen bei Freude, Lachen bei Trauer)
  • Auslöser: Kann durch kleine Reize (Vorstellungen, Ereignisse) ausgelöst werden.
  • Gefühl der Peinlichkeit: Betroffene erkennen die Unangemessenheit und empfinden Scham.
Ursachen
Abgrenzung zur Affektlabilität
  • Affektinkontinenz: Der Gefühlsausdruck (z.B. Weinen) passt nicht zur Stimmung; oft peinlich.
  • Affektlabilität: Schnelle Wechsel der Stimmung (z.B. von Freude zu Trauer), aber der Ausdruck ist meist kongruent zur Stimmung und wird nicht als krankhaft empfunden.
Behandlung
  • Medikamentös: Medikamente, die auf Serotonin wirken, können helfen.
  • Kognitive Verhaltenstherapie: Bewältigungsstrategien lernen.
  • Behandlung der Grunderkrankung: Wichtigste Maßnahme, da Affektinkontinenz ein Symptom ist.