Eine Mononeuropathie ist die Schädigung eines einzelnen peripheren Nervs, die zu Schmerzen, Taubheit, Kribbeln oder Muskelschwäche im Versorgungsgebiet dieses Nervs führt, oft verursacht durch Druck (wie beim Karpaltunnelsyndrom), Verletzungen, Diabetes oder Infektionen, wobei Diagnose (EMG, NLG) und Ursachenbehandlung entscheidend sind. Es gibt auch die Multiple Mononeuropathie (Mononeuritis multiplex), die mehrere Nerven betrifft, und die Polyneuropathie, bei der viele Nerven gleichzeitig geschädigt sind, was oft beidseitig und symmetrisch auftritt.
Symptome
- Sensorisch: Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen, Schmerz.
- Motorisch: Muskelschwäche, Lähmung, Atrophie (Muskelschwund).
- Lokalisation: Die Symptome sind auf den Bereich des betroffenen Nervs beschränkt (z. B. Hand, Bein, Gesicht).
Häufige Ursachen
- Kompression/Druck: Einklemmung in Engpässen (z. B. Karpaltunnelsyndrom, Nervus medianus).
- Trauma: Verletzungen, Frakturen.
- Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus (häufige Ursache).
- Infektionen: z. B. Lepra.
- Vaskuläre Probleme: Gefäßerkrankungen.
- Entzündungen: Mononeuritis.
Diagnose
- Klinische Untersuchung: Reflexe, Sensibilität, Kraftprüfung.
- Elektrophysiologie: Elektroneurographie (NLG) und Elektromyographie (EMG) zur Messung der Nervenfunktion.
- Bildgebung: Ultraschall oder MRT zur Darstellung des Nervs und möglicher Kompression.
- Laboruntersuchungen: Ausschluss systemischer Ursachen.
Beispiele für Mononeuropathien
- Karpaltunnelsyndrom: Kompression des Nervus medianus in der Hand.
- Peronäusparese: Schädigung des Nervus peroneus am Knie.
- Diabetische Mononeuropathie: Oft im Rahmen von Diabetes (z. B. Lähmung des Nervus oculomotorius).
Wichtig: Unterscheidung
- Mononeuropathie: Einzelner Nerv betroffen.
- Multiple Mononeuropathie (Mononeuritis multiplex): Mehrere einzelne Nerven gleichzeitig betroffen, oft asymmetrisch.
- Polyneuropathie: Viele Nerven gleichzeitig betroffen, meist symmetrisch (beidseitig) und beginnend in den Extremitäten (z. B. bei Diabetes).