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Neuroathletik

Neuroathletik-Elemente zielen darauf ab, die Leistung durch direktes Training des Gehirns zu steigern, indem das visuelle, vestibuläre (Gleichgewicht) und propriozeptive System (Eigenwahrnehmung) optimiert werden. Zentral sind Übungen zur Verbesserung der Augenbewegungen, der Kopfstabilität, der Körperwahrnehmung und Reaktionszeit. Sie verbessern die Haltung, Balance und Koordination.
Zentrale Neuroathletik-Elemente und Übungen:
  • Visuelles System (Augen):
    • Fixationen: Scharfstellen auf unbewegliche Objekte zur Steigerung der Hirnsicherheit.
    • Smooth Pursuits: Langsames Verfolgen von Zielen mit den Augen.
    • Sakkaden: Schnelle Blicksprünge zwischen zwei Punkten.
    • Vergenz: Augenbewegungen nach innen (nah) und außen (fern).
    • Augenliegestütze: Stäbchen vor den Augen hin- und herbewegen zur Stärkung der Augenmuskeln.
    • Vestibulo-okulärer Reflex (VOR): Kopf drehen/bewegen, während die Augen auf einen Punkt fixiert bleiben.
  • Vestibuläres System (Gleichgewicht):
    • Kopfdrehungen: Langsames Drehen nach links/rechts oder Nicken (auf/ab) zur Aktivierung des Innenohrs.
    • Standübungen: Diverse Variationen (z.B. Romberg-Test), oft kombiniert mit Augenbewegungen.
  • Propriozeptives System (Eigenwahrnehmung):
    • Übungen, die die Wahrnehmung von Gelenkstellungen und Muskelspannung verbessern, um dem Gehirn präzisere Informationen über die Körperlage zu liefern.
Funktionsweise:
Neuroathletik geht davon aus, dass ein “besserer Input” an das Gehirn zu einem “besseren Output” (Bewegung, Stabilität) führt. Dies ist besonders hilfreich für Verletzungsprävention, Leistungssteigerung und zur Verbesserung von Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit.