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Anosognosie

Anosognosie ist eine hirnorganisch bedingte Unfähigkeit, die eigene Erkrankung, Behinderung oder körperliche Einschränkungen (wie Lähmungen oder Gedächtnisverluste) zu erkennen oder wahrzunehmen. Betroffene verhalten sich, als sei ihre Beeinträchtigung nicht vorhanden, was keine psychische Verweigerung, sondern Teil der neurologischen Störung ist. Sie tritt oft bei Schlaganfällen, Demenz oder frontotemporaler Demenz (FTD) auf. Kernmerkmale und Symptome: Mangelnde Einsicht: Patienten … Weiterlesen

Antikoagulationstherapie

Die Antikoagulationstherapie ist eine medizinische Behandlung zur Hemmung der Blutgerinnung durch Medikamente (“Blutverdünner”), um gefährliche Blutgerinnsel (Thrombosen, Embolien) zu verhindern oder zu behandeln. Sie wird bei Vorhofflimmern, nach Operationen, bei Herzklappenprothesen oder tiefen Venenthrombosen eingesetzt. Wichtigste Nebenwirkung ist ein erhöhtes Blutungsrisiko.

Antikonvulsiva

Antikonvulsiva, auch bekannt als Antiepileptika, sind Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung epileptischer Anfälle, indem sie die Übererregbarkeit von Nervenzellen im Gehirn hemmen. Sie blockieren Ionenkanäle oder verstärken hemmende Neurotransmitter. Neben Epilepsie werden sie oft bei neuropathischen Schmerzen (z.B. Gabapentin, Pregabalin) eingesetzt.

Antioxidantien

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die den Körper vor Schäden durch “freie Radikale” schützen. Sie neutralisieren diese reaktiven Moleküle, die durch Stoffwechselprozesse, aber auch durch äußere Einflüsse wie Rauchen, UV-Strahlung und Umweltgifte entstehen. Freie Radikale können Zellschäden verursachen, die zur Alterung und der Entstehung von Krankheiten beitragen, und Antioxidantien helfen, dies zu verhindern.  Wirkungsweise Radikalfänger: Antioxidantien fangen freie … Weiterlesen

Aphasie

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung, die die Beeinträchtigung von Wortverständnis oder Wortproduktion oder nichtverbalen Entsprechungen von Wörtern umfasst. Sie resultiert aus einer Funktionsstörung der Sprachzentren in der Großhirnrinde und in den Basalganglien oder den verbindenden Bahnen in der weißen Substanz.  

Apoplex

Unter einem Apoplex bzw. einer Apoplexie versteht man die plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs. Durch die Durchblutungsstörung kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung mit anschließendem Gewebsuntergang. Der Begriff ist veraltet, wird jedoch in der klinischen Umgangssprache teilweise noch verwendet.

Aquaeductus mesencephali

Der Aquaeductus mesencephali (auch Hirnwasserkanal, Aquädukt des Sylvius oder Aquaeductus cerebri genannt) ist ein schmaler, mit Hirnwasser (Liquor) gefüllter Kanal, der den dritten und vierten Hirnventrikel im Mittelhirn (Mesencephalon) verbindet und den Flüssigkeitstransport im Gehirn ermöglicht. Eine Verengung dieses Kanals (Aquäduktstenose) ist eine häufige Ursache für einen Hydrozephalus (Wasserkopf), da der Liquor nicht abfließen kann. Wichtige Fakten … Weiterlesen

Arachnoidea

Die Arachnoidea (Spinnwebenhaut) ist die mittlere der drei Hirnhäute, die Gehirn und Rückenmark umgeben, liegt zwischen der äußeren Dura mater und der inneren Pia mater und bildet mit der Pia mater die Leptomeninx, wobei der Raum zwischen ihnen, der Subarachnoidalraum, mit Liquor gefüllt ist, was für die Zirkulation der Hirnflüssigkeit und den Schutz des ZNS wichtig … Weiterlesen

Arginin

Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, die wichtig für die Gefäßfunktion, den Stoffwechsel und das Immunsystem ist. Sie kommt vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln vor und kann in bestimmten Lebenssituationen vermehrt benötigt werden.

Arteria meningea media

Die Arteria meningea media heißt auf Deutsch mittlere Hirnhautarterie und ist ein wichtiges Blutgefäß, das die Dura mater (harte Hirnhaut) und die Schädelknochen von innen mit Blut versorgt. Sie entspringt der Arteria maxillaris (Oberkieferarterie), zieht durch das Foramen spinosum in die Schädelhöhle, wo sie sich verzweigt und bei Schädelverletzungen oft die Ursache für gefährliche Epiduralhämatome (Blutergüsse zwischen Schädelknochen und … Weiterlesen

Arteria vertebralis

Die Arteria vertebralis (Wirbelarterie) ist ein paariges, ca. 3–5 mm starkes Blutgefäß, das als erster Ast aus der Arteria subclavia (Schlüsselbeinarterie) entspringt. Sie verläuft durch die Querfortsätze der Halswirbel zum Gehirn und versorgt als Teil des Vertebrobasilarsystems hintere Gehirnabschnitte, den Hirnstamm, das Kleinhirn und das Rückenmark. Wichtige Fakten zur Arteria vertebralis: Verlauf: Sie zieht durch die Foramina transversaria (Löcher … Weiterlesen

Arteriosklerose 

Eine Arteriosklerose entsteht, wenn sich über Jahre Cholesterin, Fettsäuren sowie andere Bestandteile aus dem Blut in der mittleren und inneren Schicht der Gefäßwand einlagern beziehungsweise festsetzen. So bilden sich sogenannte Plaques, verhärtete Stellen in der Arterienwand – ein chronisch entzündlicher Prozess.

Arteriosklerose

Arteriosklerose, auch Gefäß- oder Arterienverkalkung genannt, ist eine Verengung und Verhärtung der Arterien durch Ablagerungen von Fett, Cholesterin und Kalk (Plaques). Diese Verstopfungen stören den Blutfluss, können zu lebensgefährlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen und treten in allen Arterien auf, besonders häufig in den Herzkranzgefäßen und Halsarterien. Risikofaktoren sind Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes, Übergewicht und Bewegungsmangel. Eine gesunde … Weiterlesen

Arthritis

Arthritis ist die Entzündung eines Gelenks, wobei vom Kiefer bis zur kleinen Zehe jedes Gelenk im Körper betroffen sein kann. Sie geht in der Regel mit Schmerzen, Überwärmung, Rötung und Schwellung einher.

Arthrose

Bei Arthrose handelt es sich um eine häufige Gelenkerkrankung. Sie entsteht durch den langsamen Abbau von Gelenkknorpel oder aber als Folge von Unfällen. Eine Arthrose äussert sich meistens durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Ataxie

Der Begriff „Ataxie“ leitet sich vom griechischen Wort „a-taxia“ für „fehlende Ordnung“ ab. Als Ataxien bezeichnet man eine Reihe von seltenen Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks, bei denen das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen gestört ist. Dadurch leiden das Gleichgewicht und die Bewegungskoordination.

Atrophie

Atrophie ist ein in der Medizin beschriebener, erworbener Rückgang von Gewebe, Organen oder Zellen, der oft mit Funktionsverlust einhergeht. Ursachen sind meist Alterung, Nährstoffmangel, Durchblutungsstörungen oder Inaktivität (Muskelatrophie) Orthopädische Gelenk-Klinik. Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache, z.B. durch Bewegung oder Hormongabe

Autismus

Die Autismus-Spektrum-Störung ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung, deren genaue Ursache unbekannt ist. Sie wird als genetisch bedingte Veränderung der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung des Gehirns beschrieben, die sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar machen kann.

Axon

Als Axon oder Neurit wird der Fortsatz einer Nervenzelle (Neuron) bezeichnet, der elektrische Nervenimpulse vom Zellkörper (Soma) weg leitet. Die Einheit aus Axon und den ihm anliegenden Hüllstrukturen (Axolemm) nennt man Nervenfaser.

Balbuties

Der medizinische Fachbegriff für Stottern ist Balbuties. Es handelt sich um eine Sprechstörung oder eine Redeflussstörung, die durch Unterbrechungen, Wiederholungen von Lauten und Silben sowie Dehnungen gekennzeichnet ist.  Balbuties:  Dies ist die lateinische Bezeichnung, die in der Fachsprache verwendet wird.  Redeflussstörung:  Eine gängige Beschreibung, da das Problem in der flüssigen Abfolge des Sprechens liegt.  Sprechstörung:  Ein Oberbegriff, … Weiterlesen