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Ballaststoffe

Ballaststoffe sind unverdauliche, faserreiche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie Wasser binden und die Darmtätigkeit anregen. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen, die von Darmbakterien abgebaut werden und als “Präbiotika” dienen, und wasserunlöslichen Ballaststoffen, die das Stuhlvolumen erhöhen und die Darmbewegung fördern. Merkmale und Funktionen … Weiterlesen

Basale Zistern

Basale Zisternen sind erweiterte, mit Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) gefüllte Räume an der Unterseite des Gehirns (am Schädelboden), die wichtige Blutgefäße und Nerven enthalten und eine zentrale Rolle in der Zirkulation und dem Schutz des Gehirns spielen, wie z.B. die Cisterna magna oder die Cisterna chiasmatica. Sie sind eigentlich Bereiche, in denen sich die Hirnhäute (Arachnoidea und Pia … Weiterlesen

Basalganglien

Die Basalganglien sind eine Gruppe von Kerngebieten im Inneren des Gehirns, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Bewegungen, aber auch bei anderen Funktionen wie Lernen und Emotionen spielen. Sie sind an der Initiierung, Aufrechterhaltung und Hemmung von Bewegungsabläufen beteiligt, indem sie Bewegungsentwürfe auswählen und koordinieren. Synonymerweise werden sie auch als Stammganglien bezeichnet.   Aufbau und Funktion … Weiterlesen

Basalganglienblutung

Eine Basalganglienblutung (oder Stammganglienblutung) ist eine Form der intrazerebralen Blutung, bei der Blut in die tieferen Strukturen des Gehirns, die sogenannten Basalganglien (Stammganglien), einblutet, meist ausgelöst durch hohen Blutdruck und Arteriosklerose. Sie ist eine häufige Ursache für spontane Hirnblutungen und kann Lähmungen der gegenüberliegenden Körperhälfte (Hemiparese) und Bewusstseinsstörungen verursachen, da die Basalganglien für motorische Funktionen wichtig … Weiterlesen

BDNF

Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) ist ein essenzielles Protein und Wachstumsfaktor, der das Überleben, Wachstum und die Vernetzung von Neuronen im Gehirn fördert. Als „Dünger für das Gehirn“ spielt es eine Schlüsselrolle bei der synaptischen Plastizität, dem Lernen und dem Gedächtnis. Ein niedriger BDNF-Spiegel wird mit Depressionen, Stress, Alzheimer und Demenz assoziiert. Kernfakten zu BDNF: Funktion: Fördert neuronales Überleben, Synapsenbildung … Weiterlesen

Behandlungspflege

Behandlungspflege umfasst ärztlich verordnete, medizinische Maßnahmen, die von examiniertem Fachpersonal (wie Kranken- oder Altenpflegern) durchgeführt werden, um Krankheiten zu heilen, zu lindern oder Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Sie wird primär von Krankenkassen bezahlt und beinhaltet Wundversorgung, Medikamentengabe, Injektionen, Blutdruck-/Blutzuckermessungen sowie Stomaversorgung. Wichtige Aspekte der Behandlungspflege: Leistungsumfang: Umfasst Tätigkeiten nach SGB V, darunter Verbandswechsel, An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen, … Weiterlesen

Bell’sche Lähmung

Die Bell-Lähmung bezeichnet ein plötzlich auftretendes Schwächegefühl auf einer Seite des Gesichts. Sie tritt auf, wenn ein Nerv des Gesichts (der sogenannte Gesichtsnerv) betroffen ist. Es ist nur eine Seite des Gesichts betroffen. Diese Seite wird schwach und hängt herunter.

BEM

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren (§ 167 Abs. 2 SGB IX) in Deutschland. Es verpflichtet Arbeitgeber, Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, Maßnahmen anzubieten, um Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, erneuter vorzubeugen und den Arbeitsplatz zu erhalten.

Biofeedback

Biofeedback ist ein Entspannungsverfahren, bei dem körperliche Signale wie Herzfrequenz, Muskelspannung und Atmung gemessen und dem Patienten auf einem Bildschirm oder über akustische Signale rückgemeldet werden. Ziel ist es, die Selbstwahrnehmung zu verbessern und durch das bewusste, willentliche Steuern dieser Körperfunktionen den Umgang mit Stress, Schmerz oder anderen Beschwerden zu erlernen. Anwendungsgebiete reichen von der … Weiterlesen

Biotin

Biotin, auch bekannt als Vitamin B7 oder Vitamin H, ist ein wasserlösliches Vitamin, das als wichtiges Coenzym für den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Aminosäuren dient. Es ist an biochemischen Reaktionen beteiligt, die für den Energiestoffwechsel und die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln wichtig sind. Ein Mangel ist selten, kann aber zu Symptomen wie Haarausfall, Hautproblemen … Weiterlesen

Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes auf die Arterienwände, gemessen in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Ein optimaler Wert für Erwachsene ist unter 120/80 mmHg, wobei Werte bis 130/85 mmHg als normal gelten. Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn die Werte dauerhaft erhöht sind und kann durch Lebensstilfaktoren wie Stress, ungesunde Ernährung oder Bewegungsmangel entstehen. Bei Verdacht auf erhöhte Werte … Weiterlesen

Blutfette

Blutfette (Lipide) sind für den Körper lebensnotwendig und umfassen hauptsächlich Cholesterin und Triglyzeride. Sie werden über spezielle Eiweiß-Lipid-Komplexe (Lipoproteine) im Blut transportiert, wie zum Beispiel das „gute“ HDL- und das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie) können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose führen, da sich das überschüssige LDL-Cholesterin in den Gefäßwänden ablagert.  Blutfette im Überblick Cholesterin: Ein wichtiger Baustein … Weiterlesen

Bluthochdruck

Bluthochdruck wird oft als „stiller Killer“ bezeichnet, da er häufig lange Zeit keine Symptome verursacht. Wenn Symptome auftreten, können dies Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen und Ohrensausen sein. Bei stark erhöhtem Blutdruck können auch Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Sehstörungen oder Nasenbluten auftreten. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, da unbehandelter Bluthochdruck das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Organschäden erhöht.  Häufige Symptome bei Bluthochdruck:  Kopfschmerzen: Oft … Weiterlesen

Blutzucker

Blutzucker ist die Menge an Glukose (Zucker) im Blut, die als Energielieferant für die Körperzellen dient. Ein ausgewogener Blutzuckerspiegel wird durch das Hormon Insulin reguliert, welches die Glukose aus dem Blut in die Zellen befördert. Hohe Blutzuckerwerte können auf Diabetes hinweisen, während dauerhaft hohe Werte zu Schäden an Organen wie Herz, Nieren und Augen führen können. Eine gesunde Ernährung, regelmässige Bewegung … Weiterlesen

Bobath

Das Bobath-Konzept ist eine rehabilitative Behandlungsmethode, die bei neurologischen Erkrankungen zur Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen eingesetzt wird. Es ist ein interdisziplinärer Ansatz, der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ärzte und Pflegekräfte einbezieht, um die Patienten bei der Bewältigung von Lähmungen, Spastik und anderen Einschränkungen zu unterstützen.  Was ist das Bobath-Konzept? Das Bobath-Konzept, auch als Neuro-Developmental Treatment (NDT) bekannt, ist ein … Weiterlesen

Body-Mass-Index (BMI)

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein Maß zur Abschätzung des Körperfetts, das das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Der BMI wird häufig als schneller Screening-Test verwendet, um zu beurteilen, ob das Gewicht einer Person als Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht … Weiterlesen

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin (Botox) ist ein hochwirksames, von Bakterien produziertes Nervengift, das in der Medizin und Ästhetik zur gezielten Muskelentspannung eingesetzt wird. Es blockiert die Nerven-Muskel-Übertragung, wodurch sich Muskeln entspannen und Falten glätten (ca. 3–6 Monate Wirkung) oder Spastiken/Dystonien lösen. Die Anwendung ist sicher, wenn sie von Experten durchgeführt wird. Wichtige Fakten zu Botulinumtoxin: Wirkung: Blockiert die Freisetzung des … Weiterlesen

Botulinumtoxin-Therapie (Botox)

Die Botulinumtoxin-Therapie ist eine medizinische Behandlung, bei der eine stark verdünnte Form des Nervengifts Botulinumtoxin gezielt in Muskeln injiziert wird, um deren Aktivität zu hemmen und eine Muskelentspannung zu bewirken. Sie wird zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, darunter neurologische Störungen wie Dystonien (unwillkürliche Muskelkontraktionen) und Spastik, aber auch zur kosmetischen Faltenreduktion und bei übermässigem Schwitzen oder … Weiterlesen

Cavernom

Ein Cavernom ist eine gutartige Gefäßfehlbildung im Gehirn oder Rückenmark, die aus dünnwandigen Gefäßen besteht und oft zufällig bei einer MRT entdeckt wird. Wenn es symptomatisch wird, kann es durch epileptische Anfälle, Kopfschmerzen oder neurologische Ausfälle wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen auffallen, verursacht durch Mikroblutungen. Die Behandlung ist meist operativ, aber bei asymptomatischen Cavernomen kann eine abwartende Haltung sinnvoll … Weiterlesen

Cerebellum

Das Kleinhirn (Cerebellum) ist ein Teil des Gehirns, der sich hinten am Schädel befindet und für die Koordination von Bewegungen, das Gleichgewicht und die Feinabstimmung der Muskelspannung zuständig ist. Es empfängt Informationen von anderen Gehirnteilen und den Sinnesorganen, um Bewegungsabläufe wie Gehen, Haltung und Augenbewegungen zu steuern und zu koordinieren. Schäden am Kleinhirn können zu Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen … Weiterlesen