Eine Panikstörung ist durch plötzliche, wiederkehrende Panikattacken gekennzeichnet, die ohne erkennbare Ursache auftreten und heftige körperliche Symptome wie Herzrasen, Atemnot und Schwindel auslösen. Sie führt oft zu Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten. Die wirksamste Behandlung ist eine Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie (Exposition) und gegebenenfalls Antidepressiva.
Kernaspekte der Panikstörung:
- Symptome: Plötzliche, intensive Angst, begleitet von Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen, Zittern, Übelkeit und Todesangst.
- Attacken: Treten unerwartet (“aus heiterem Himmel”) auf, dauern meist 10-20 Minuten.
- Erwartungsangst: Die Angst vor der nächsten Attacke prägt den Alltag und führt zu Rückzug.
- Vermeidungsverhalten: Vermeidung von Situationen/Orten (z.B. Menschenmengen), die eine Attacke auslösen könnten.
- Diagnose: Wiederholte Attacken ohne direkte, reale Gefahr.
Behandlungsmöglichkeiten:
- Psychotherapie: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist der Goldstandard, oft mit Konfrontationsübungen (Exposition), bei denen Betroffene lernen, dass die körperlichen Symptome nicht gefährlich sind.
- Medikamente: Häufig werden Antidepressiva (z.B. SSRI) eingesetzt.
- Prognose: Bei frühzeitiger Behandlung ist die Prognose gut.
Hinweis: Wenn Sie vermuten, unter einer Panikstörung zu leiden, suchen Sie bitte einen Arzt oder Psychotherapeuten auf.