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Duchenne-Muskeldystrophie

Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist eine seltene, genetisch bedingte Muskelerkrankung, die fast ausschließlich Jungen betrifft und durch den fortschreitenden Verlust von Muskelmasse und -funktion gekennzeichnet ist. Sie wird durch einen Mangel am Protein Dystrophin verursacht, was zu Muskelschwäche, früher Rollstuhlpflicht (meist um 10-12 Jahre) und späteren Herz- sowie Atemproblemen führt. Obwohl es keine Heilung gibt, können Therapien … Weiterlesen

Dunning-Kruger-Effekt

Der Dunning-Kruger-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen mit geringer Kompetenz in einem Bereich ihre eigenen Fähigkeiten stark überschätzen, weil ihnen das notwendige Wissen fehlt, um ihre Inkompetenz zu erkennen. Paradoxerweise neigen hochkompetente Personen dazu, ihre Fähigkeiten realistischer oder sogar zu niedrig einzuschätzen. Der Effekt wurde 1999 von den Psychologen David Dunning und Justin Kruger David Dunning und … Weiterlesen

Dura

In der Medizin ist die Dura mater (kurz Dura) die äußerste und robusteste der drei Hirnhäute, die Gehirn und Rückenmark umgüllt und schützt, eine derbe Bindegewebsschicht, die direkt unter den Schädelknochen liegt. Sie ist entscheidend für den Schutz des Zentralnervensystems, trennt Hirnteile durch Fortsätze wie Falx und Tentorium und ist wichtig für die Zirkulation des Gehirnwassers (Liquor). Wichtige Aspekte … Weiterlesen

Dysarthrie

Die Dysarthrie ist eine Artikulationsstörung, d. h. die Worte werden nicht richtig ausgesprochen. Die Sprache ist unter Umständen abgehackt, stakkatoartig, gehaucht, unregelmäßig, unpräzise oder monoton, die Betroffenen verstehen Sprache jedoch und benutzen sie richtig.

dysexekutives Syndrom

Das dysexekutive Syndrom ist ein Überbegriff für kognitive, emotionale und Verhaltensstörungen, die durch Schädigungen im Frontalhirn entstehen und sich in Problemen mit Planung, Organisation, Problemlösung, Impulskontrolle und Flexibilität zeigen, was zu unorganisiertem Verhalten, mangelnder Motivation oder Persönlichkeitsveränderungen führt und die Alltagsbewältigung erschwert. Es äußert sich oft in Unorganisiertheit, Impulsivität, perseverativem Verhalten (Nicht-Aufhören-Können), Störungen der Aufmerksamkeit … Weiterlesen

Dyslexie

Unter Dyslexie (von altgriechisch δυς dys, deutsch ‚schlecht‘, ‚schwer‘, ‚miss‘- [hier = Missverstehen], λέξις léxis ‚Sprache‘, ‚Redeweise‘, ‚Stil‘ [hier = Redeweise] schlechte/falsche Wiedergabe/Redeweise) versteht man eine Werkzeugstörung, bei der trotz normalen Seh- und Hörvermögens die Fähigkeit eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen und zu verstehen. Man spricht auch von Leseschwierigkeit. Der Begriff Alexie (von altgriechisch α- a- ‚nicht‘-, ‚un‘-) bezeichnet den Verlust der Lesefähigkeit, das völlige Unvermögen zu lesen.

Dysphagie

Die Dysphagie ist gekennzeichnet durch ein “Steckenbleiben” der Nahrung in Hals oder Brust, das mit Druckgefühl oder Schmerzen verbunden ist (Odynophagie). Die Beschwerden können während oder nach dem Schluckakt auftreten und zervikal, retrosternal oder abdominell lokalisiert sein.

Dystonie

Dystonie ist eine neurologische Bewegungsstörung, die durch unwillkürliche, anhaltende Muskelkontraktionen gekennzeichnet ist, welche zu abnormalen Körperhaltungen und Fehlstellungen führen können. Diese Verkrampfungen können einen einzelnen Körperteil (fokale Dystonie), mehrere Körperteile (segmentale Dystonie) oder den gesamten Körper (generalisiert Dystonie) betreffen und sich als verdrehte Bewegungen oder Fehlhaltungen äußern. Die Ursache liegt in einer Störung der Nervenimpulse, die die Bewegung … Weiterlesen