Eine Restaphasie ist eine sehr leichte, chronische Form einer erworbenen Sprachstörung, die als Endstadium der Rehabilitation nach einer Aphasie verbleibt. Die sprachlichen Defizite sind minimal, treten oft nur in anspruchsvollen Situationen auf und sind mit Standardtests kaum nachweisbar. Typisch sind Wortfindungsstörungen, leichte grammatikalische Fehler, erhöhter Zeitaufwand und Wortabrufstörungen.
Hauptmerkmale und Symptome
- Wortfindungsstörungen: Das Suchen nach Wörtern ist ein zentrales Symptom.
- Minimal aphasische Symptomatik: Leichte lautliche oder inhaltliche Fehler (Paraphasien).
- Kommunikation im Alltag: Die Kommunikation ist weitgehend ungestört, jedoch können komplexe oder lange Gespräche anstrengend sein.
- Leichte Textverarbeitungsprobleme: Schwierigkeiten beim Verständnis oder der Produktion längerer Texte.
- “Redefloskeln”: Übermäßiger Gebrauch von Füllwörtern.
Diagnostik und Therapie
- Diagnose: Da Standardtests wie der Aachener Aphasie Test (AAT) oft unauffällig ausfallen, ist die Diagnose schwierig. Spezielle Verfahren (z.B. Restaphasie-Screening) sind notwendig.
- Therapie: Der Fokus liegt auf der Bewältigung im Alltag, Steigerung der Sprechgeschwindigkeit und der Bewältigung komplexer kommunikativer Anforderungen.
- Herausforderung: Die subjektive Beeinträchtigung durch die Betroffenen wird oft als höher empfunden, als die objektiv messbaren Defizite.
Restaphasien treten häufig nach Schlaganfällen auf.