Das Vorderhirn (lateinisch Prosencephalon) ist der größte und komplexeste Teil des Gehirns bei Wirbeltieren und dem Menschen. Es steuert höhere kognitive Funktionen wie Denken, Problemlösung und Emotionen sowie die Verarbeitung von Sinnesinformationen. Anatomisch gliedert es sich in zwei Hauptbereiche:
- Endhirn (Telencephalon): Beinhaltet die Großhirnrinde und ist Sitz unseres Bewusstseins.
- Zwischenhirn (Diencephalon): Zentrale Schaltstelle für die Steuerung lebenswichtiger Funktionen (wie Schlaf, Hunger und Temperatur).
Aufbau und Funktionen
Das Vorderhirn lässt sich in weitere, spezialisierte Regionen unterteilen:
- Großhirnrinde (Cortex): Verantwortlich für komplexes Denken, Sprache und das Bewusstsein. Sie ist in vier Lappen (Stirn-, Schläfen-, Scheitel- und Hinterhauptslappen) untergliedert.
- Thalamus: Der “Filter” für Sinnesdaten aus dem Körper.
- Hypothalamus: Reguliert das vegetative Nervensystem und wichtige Hormone (z. B. den Wasserhaushalt und das Temperaturempfinden).
- Limbisches System: Beinhaltet unter anderem den Hippocampus (für das Gedächtnis) und die Amygdala (für Emotionen).