ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität gekennzeichnet ist. Sie betrifft Kinder und Erwachsene (oft als innere Unruhe). Die Behandlung erfolgt meist multimodal durch Psychoedukation, Verhaltenstherapie und Medikamente.
Behandlungen für ADHS
- Multimodaler Ansatz: Die effektivste Therapie kombiniert meist mehrere Säulen.
- Verhaltenstherapie: Speziell zugeschnitten auf Kinder oder Erwachsene, um Alltagsstrukturen zu verbessern.
- Medikamentöse Therapie: Einsatz von Wirkstoffen wie Methylphenidat (z.B. Ritalin).
- Elterntraining/Beratung: Unterstützung für das Umfeld der Betroffenen.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung Selbsttest
- Symptome bei Erwachsenen beinhalten häufig innere Ruhelosigkeit, Organisationsprobleme, Stimmungsschwankungen und Vergesslichkeit.
- Diagnostische Leitfäden (z.B. nach ICD-10/11 oder DSM-5) werden von Fachärzten angewandt.
- Ein erster Hinweis können Symptome sein, die bereits in der Kindheit (vor dem 12. Lebensjahr) bestanden und bis ins Erwachsenenalter anhalten.
- Hinweis: Ein Online-Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose durch einen Experten (Psychiater/Neurologen).
Vorteile/Stärken bei ADHS
- Obwohl ADHS zu Beeinträchtigungen führt, können betroffene Personen bei starkem Interesse an Themen eine hohe Konzentration (“Hyperfokus”) zeigen.
- Oft werden Kreativität, Spontaneität, Energie und die Fähigkeit, in Krisensituationen schnell zu reagieren, als Stärken genannt.
Abkürzung und Definition
- ADHS steht für: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.
- Es handelt sich um eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter, die oft bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt.
Ursachen
- ADHS ist stark genetisch bedingt (Erblichkeit ca. 76-80%).
- Funktionsstörungen im Gehirn, insbesondere ein Ungleichgewicht von Botenstoffen (Dopamin) im Frontalhirn, werden als Ursache vermutet.