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Dysarthrie

Die Dysarthrie ist eine Artikulationsstörung, d. h. die Worte werden nicht richtig ausgesprochen. Die Sprache ist unter Umständen abgehackt, stakkatoartig, gehaucht, unregelmäßig, unpräzise oder monoton, die Betroffenen verstehen Sprache jedoch und benutzen sie richtig.

dysexekutives Syndrom

Das dysexekutive Syndrom ist ein Überbegriff für kognitive, emotionale und Verhaltensstörungen, die durch Schädigungen im Frontalhirn entstehen und sich in Problemen mit Planung, Organisation, Problemlösung, Impulskontrolle und Flexibilität zeigen, was zu unorganisiertem Verhalten, mangelnder Motivation oder Persönlichkeitsveränderungen führt und die Alltagsbewältigung erschwert. Es äußert sich oft in Unorganisiertheit, Impulsivität, perseverativem Verhalten (Nicht-Aufhören-Können), Störungen der Aufmerksamkeit … Weiterlesen

Dyslexie

Unter Dyslexie (von altgriechisch δυς dys, deutsch ‚schlecht‘, ‚schwer‘, ‚miss‘- [hier = Missverstehen], λέξις léxis ‚Sprache‘, ‚Redeweise‘, ‚Stil‘ [hier = Redeweise] schlechte/falsche Wiedergabe/Redeweise) versteht man eine Werkzeugstörung, bei der trotz normalen Seh- und Hörvermögens die Fähigkeit eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen und zu verstehen. Man spricht auch von Leseschwierigkeit. Der Begriff Alexie (von altgriechisch α- a- ‚nicht‘-, ‚un‘-) bezeichnet den Verlust der Lesefähigkeit, das völlige Unvermögen zu lesen.

Dysphagie

Die Dysphagie ist gekennzeichnet durch ein “Steckenbleiben” der Nahrung in Hals oder Brust, das mit Druckgefühl oder Schmerzen verbunden ist (Odynophagie). Die Beschwerden können während oder nach dem Schluckakt auftreten und zervikal, retrosternal oder abdominell lokalisiert sein.

Dystonie

Dystonie ist eine neurologische Bewegungsstörung, die durch unwillkürliche, anhaltende Muskelkontraktionen gekennzeichnet ist, welche zu abnormalen Körperhaltungen und Fehlstellungen führen können. Diese Verkrampfungen können einen einzelnen Körperteil (fokale Dystonie), mehrere Körperteile (segmentale Dystonie) oder den gesamten Körper (generalisiert Dystonie) betreffen und sich als verdrehte Bewegungen oder Fehlhaltungen äußern. Die Ursache liegt in einer Störung der Nervenimpulse, die die Bewegung … Weiterlesen

Effortful Swallow

Effortful Swallow (oft als “kraftvolles Schlucken” oder “Kraftschluck” bezeichnet) ist eine therapeutische Schlucktechnik bei Schluckstörungen (Dysphagie). Sie dient dazu, die Zungenmuskulatur zu stärken, den Nahrungsbrei effizienter weiterzuschieben und Rückstände im Rachen zu reduzieren.

Einschlafmyoklonien

Einschlafmyoklonien sind häufige, harmlose Muskelzuckungen (Beine/Arme) in der ersten Schlafphase, von denen ca. 70% der Menschen betroffen sind. Sie fühlen sich oft wie ein kurzes Rucken, Fallen oder ein Stromschlag an. Ursachen sind meist Stress, Schlafmangel oder Koffein. Eine Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich, da die Symptome physiologisch bedingt sind. Wichtige Fakten zu Einschlafmyoklonien: … Weiterlesen

Eisen

Eisen ist das im Körper am meisten vorkommende Spurenelement. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und für den Sauerstofftransport wichtig. Weitere Aufgaben erfüllt Eisen in der Muskulatur, wo es in Form des Eiweißstoffes Myoglobin der Sauerstoffspeicherung dient. Darüber hinaus ist Eisen generell für alle rasch wachsenden Gewebe des Körpers erforderlich. Im Labor ist … Weiterlesen

Elektrolyt

In der medizinischen Fachsprache bezieht sich “Elektrolyt” auf mineralische Salze wie Natrium, Kalium und Kalzium, die elektrische Ladungen tragen und für wichtige Körperfunktionen wie die Nerven- und Muskelfunktion, den Flüssigkeitshaushalt und den Säure-Basen-Haushalt unerlässlich sind. Eine Störung dieses Gleichgewichts kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen und wird medizinisch behandelt, indem die Elektrolytwerte durch Blutabnahme überwacht und gegebenenfalls mit … Weiterlesen

Elektromyographie

EMG steht für Elektromyographie, eine Untersuchung, die die elektrische Aktivität von Muskeln misst. Sie dient dazu, die Gesundheit von Muskeln und den Nerven, die sie versorgen, zu beurteilen. Das Verfahren kann helfen, Muskel- oder Nervenerkrankungen zu diagnostizieren, indem es Abweichungen in der Muskelaktivität während Ruhe, leichter und starker Anspannung feststellt. Wie es funktioniert Bei einem EMG … Weiterlesen

Elektromyographie

Die Elektromyographie (EMG) ist ein neurophysiologisches Untersuchungsverfahren zur Messung der elektrischen Aktivität von Muskeln. Dabei wird meist mittels feiner Nadelelektroden die Muskelspannung in Ruhe und bei Anspannung abgeleitet, um Erkrankungen der Muskeln (Myopathien) oder Nerven (Neuropathien) zu diagnostizieren. Die Untersuchung ist risikoarm, kann aber als leicht schmerzhaft empfunden werden.

Elektromyographie

Die Elektromyographie (EMG) ist ein neurophysiologisches Diagnoseverfahren zur Messung der elektrischen Muskelaktivität. Durch Nadel- oder Oberflächenelektroden werden Muskelpotenziale abgeleitet, um Erkrankungen der Muskeln (Myopathien) oder Nerven (Neuropathien) zu identifizieren. Sie ist essenziell zur Untersuchung von Muskelschwäche, Lähmungen oder Nervenschädigungen.

EMS (Elektrische Muskelstimulation

EMS (Elektrische Muskelstimulation) ist eine Therapieform in der neurologischen Rehabilitation, die elektrische Impulse nutzt, um Muskelkontraktionen auszulösen, die das Nervensystem nachahmen. Sie wird eingesetzt, um Muskelkraft zu erhalten oder zu verbessern, Muskelabbau (Atrophie) nach Lähmungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall, zu verhindern und die Rehabilitation bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Parkinson zu unterstützen. Die Behandlung kann … Weiterlesen

Endovaskulär

“Endovaskulär” bedeutet “innerhalb eines Blutgefäßes” und beschreibt minimalinvasive Verfahren (Eingriffe), die durch Katheter von innen in Arterien oder Venen durchgeführt werden, um Krankheiten wie Aneurysmen, Verengungen oder Verschlüsse zu behandeln, ohne große Schnitte zu setzen. Dabei werden dünne Schläuche (Katheter), Stents oder spezielle Geräte durch die Gefäße bis zur betroffenen Stelle manövriert, um sie von innen zu … Weiterlesen

Enzym

Enzyme sind Biokatalysatoren, die hauptsächlich aus Proteinen bestehen und chemische Reaktionen in lebenden Organismen beschleunigen oder überhaupt erst ermöglichen, indem sie die Aktivierungsenergie senken, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Sie sind für fast alle Stoffwechselprozesse essentiell und weisen eine hohe Spezifität auf, das heißt, sie wirken nur auf ein ganz bestimmtes Substrat hin. Eine Ausnahme sind die … Weiterlesen

epidural

“Epidural” (deutsch: epidural/peridural) bezieht sich auf den Epiduralraum (auch Periduralraum) in der Wirbelsäule, einen Raum zwischen der harten Rückenmarkshaut (Dura mater) und dem Knochen, der bei Verfahren wie der Epiduralanästhesie (PDA) oder Periduralanalgesie (PDAn) genutzt wird, um Schmerzmittel zur Schmerzlinderung (z. B. bei der Geburt oder Operationen) zu injizieren. Es bedeutet also “zum Epiduralraum gehörig” und beschreibt eine Form der regionalen … Weiterlesen

Epiduralblutung

Eine Epiduralblutung (Epiduralhämatom, EDH) ist eine lebensbedrohliche Blutung im Raum zwischen dem Schädelknochen und der harten Hirnhaut (Dura mater), meist verursacht durch eine Kopfverletzung, die eine Arterie (oft die Arteria meningea media) einreißt. Diese Blutansammlung erhöht den Druck auf das Gehirn, was zu schweren neurologischen Symptomen wie Bewusstlosigkeit, Erbrechen und Lähmungen führen kann und einen sofortigen medizinischen … Weiterlesen

Epiduralhämatom

Ein Epiduralhämatom (EDH) ist eine lebensbedrohliche Blutung zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut (Dura mater), meist durch Schädel-Hirn-Trauma verursacht, bei der sich Blut ansammelt und das Gehirn komprimiert, was oft zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen führt und eine sofortige neurochirurgische Intervention (Trepanation) zur Druckentlastung erforderlich macht, um schwere neurologische Schäden oder Tod zu verhindern.   Ursachen Trauma: Häufigste Ursache … Weiterlesen

Epiduralhämatom

Ein Epiduralhämatom ist eine lebensbedrohliche Blutung zwischen Schädelknochen und der harten Hirnhaut (Dura mater), meist verursacht durch eine Kopfverletzung, die eine Arterie zerreißt, führt zu starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen und erfordert oft eine sofortige neurochirurgische Operation, um das Gehirn zu entlasten. Die Diagnose erfolgt per Computertomographie (CT). Ursachen Kopfverletzung: Meist durch einen Unfall (Verkehrsunfälle, Sport). Gefäße: Oft Ruptur der … Weiterlesen

Epilepsie

Die Epilepsie (“Fallsucht”) ist eine relativ häufige neurologische Erkrankung. Sie gehört zu den vorübergehenden Funktionsstörungen des Gehirns und ist durch epileptische Anfälle gekennzeichnet: Dabei feuern Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn plötzlich für kurze Zeit synchron und unkontrolliert Impulse ab. Epileptische Anfälle verlaufen unterschiedlich stark ausgeprägt. Dementsprechend variabel sind auch die Auswirkungen. Manche Betroffenen verspüren zum Beispiel nur ein leichtes Zucken … Weiterlesen