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Dekubitus

Der Dekubitus wird in der Umgangssprache auch als Wundliegen bezeichnet und ist ein chronisches Druckgeschwür der Haut. Für Pflegende ist der Dekubitus ein Alptraum des Pflegealltags, für die Betroffenen eine schmerzhafte Angelegenheit. Fachkräfte unterscheiden verschiedene Stufen des Wundliegens.

Demenz

Als Demenz bezeichnet man ein neurologisches Krankheitsbild, das durch den progredienten Verlust kognitiver Fähigkeiten gekennzeichnet ist. In späteren Krankheitsstadien kommt es in der Folge zu einem Verlust der Alltagskompetenz und zu einem Persönlichkeitszerfall.

Dendriten

Dendriten sind baumartige, verzweigte Fortsätze von Zellen, hauptsächlich von Nervenzellen (Neuronen), die Signale von anderen Nervenzellen empfangen und zum Zellkörper leiten. Sie fungieren als Empfangsantennen und erhöhen die Oberfläche für den Kontakt mit anderen Neuronen über Synapsen. Der Begriff kann auch für andere Strukturen mit baumartiger Form verwendet werden, wie etwa Ablagerungen in Akkus oder … Weiterlesen

Diabetes

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. In Ihrem Blut kursiert permanent zu viel Zucker. Der erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt Ihre Gefässe und verschiedene Organe. Fachleute unterscheiden hauptsächlich zwei Formen des Diabetes: den relativ seltenen Typ-1-Diabetes (circa 5 Prozent), den für 90 Prozent der Erkrankungen verantwortlichen Typ-2-Diabetes mellitus Für die Entstehung des Typ-1-Diabetes mellitus ist eine … Weiterlesen

Diparese

Diparese ist eine unvollständige Lähmung von zwei Gliedmaßen, meist beider Beine (Paraparese) oder eines Arms und eines Beins. Sie kann sich als schlaffe oder spastische Lähmung äußern und ist eine Form der Parese, die durch verschiedene neurologische Ursachen wie Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfälle oder Rückenmarksverletzungen ausgelöst werden kann. Merkmale und Formen Definition: Eine unvollständige Lähmung von zwei Extremitäten … Weiterlesen

Dissektion

Eine Dissektion kann verschiedene Bedeutungen haben: Am häufigsten bezieht sie sich auf einen Einriss in der Wand einer Arterie, bei dem sich die innerste Schicht löst und Blut zwischen die Schichten fließt, um ein “falsches Lumen” zu bilden. Sie kann auch eine chirurgische Entfernung von Gewebe oder Lymphknoten (z.B. Lymphknotendissektion) bedeuten, eine anatomische Präparation, oder das Ablösen … Weiterlesen

DNA

DNA steht für Desoxyribonukleinsäure und ist das Molekül, das die genetische Information in Zellen speichert und von einer Generation zur nächsten weitergibt. Diese Erbinformation ist in der Form einer Doppelhelix strukturiert, die wie eine verdrehte Leiter aussieht und aus vier Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) besteht. Die Reihenfolge dieser Basen bildet die Grundlage für die Anweisungen, die … Weiterlesen

Dopamin

Dopamin ist ein Botenstoff im Nervensystem, ein sogenannter Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei Motivation, Belohnung und Bewegung spielt. Es wird oft als “Glückshormon” bezeichnet, da es das Gefühl von Freude fördert, aber seine Funktion ist komplexer und umfasst auch die Weiterleitung von Signalen zwischen Nervenzellen. Es ist auch der Vorläufer für andere wichtige Hormone wie Adrenalin und … Weiterlesen

Dorsalextension

Dorsalextension ist die Streckung eines Körperteils in Richtung seines Rückens, wie beispielsweise des Fußes in Richtung Fußrücken oder der Hand in Richtung Handrücken. Sie wird auch als Dorsalflexion bezeichnet und umfasst die Bewegung, bei der die Fußspitze oder die Finger nach oben gezogen werden. Eine Dorsalextension der Wirbelsäule ist auch als Reklination bekannt.  Beispiele für Dorsalextension Am Fuß:  … Weiterlesen

Dorsalflexion

Dorsalflexion ist eine Bewegung, bei der ein Körperteil in Richtung der Rückseite des Körpers, des Hand- oder Fußrückens, gebogen wird. Dies bedeutet beispielsweise, dass man die Zehen in Richtung des Schienbeins anhebt, was beim Gehen wichtig ist, um den Bodenkontakt zu vermeiden. Der Gegenbegriff ist die Plantarflexion, bei der sich der Fuß nach unten bewegt. Im Fußgelenk … Weiterlesen

Drainage-Effekt

Der Drainage-Effekt beschreibt die gezielte Ableitung von überschüssiger Flüssigkeit (Wasser, Wundflüssigkeit, Lymphflüssigkeit) aus einem bestimmten Bereich, um Schäden zu verhindern oder Heilung zu fördern, sei es durch technische Systeme (z.B. im Gartenbau, bei Gebäuden), medizinische Verfahren (z.B. Wunddrainage, Lymphdrainage) oder natürliche Prozesse, wobei das Ergebnis eine Trockenlegung, Volumenreduktion und verbesserte Zirkulation ist. Anwendungsbereiche und Beispiele: Bauwesen … Weiterlesen

Dravet-Syndrom

Das Dravet-Syndrom ist eine seltene, schwere neurologische Erkrankung, die bereits im ersten Lebensjahr beginnt und durch Fieberkrämpfe gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine genetisch bedingte Epilepsieform, die oft durch eine Mutation im SCN1A-Gen verursacht wird, was zu medikamentenresistenten Anfällen führt. Neben der schweren, medikamentenresistenten Epilepsie sind kognitive Beeinträchtigungen, eine gestörte Entwicklung der Sprache und Motorik sowie eine … Weiterlesen

Druckeinheit mmHg

Die Druckeinheit mmHg wird auch als Millimeter-Quecksilbersäule bezeichnet und findet in der Medizin Anwendung zur Angabe des Druckes von Körperflüssigkeiten. Physikalisch beschreibt mmHg den statischen Druck, der von einer Quecksilbersäule von einen Millimeter Höhe erzeugt wird.

Duchenne-Muskeldystrophie

Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist eine seltene, genetisch bedingte Muskelerkrankung, die fast ausschließlich Jungen betrifft und durch den fortschreitenden Verlust von Muskelmasse und -funktion gekennzeichnet ist. Sie wird durch einen Mangel am Protein Dystrophin verursacht, was zu Muskelschwäche, früher Rollstuhlpflicht (meist um 10-12 Jahre) und späteren Herz- sowie Atemproblemen führt. Obwohl es keine Heilung gibt, können Therapien … Weiterlesen

Dunning-Kruger-Effekt

Der Dunning-Kruger-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen mit geringer Kompetenz in einem Bereich ihre eigenen Fähigkeiten stark überschätzen, weil ihnen das notwendige Wissen fehlt, um ihre Inkompetenz zu erkennen. Paradoxerweise neigen hochkompetente Personen dazu, ihre Fähigkeiten realistischer oder sogar zu niedrig einzuschätzen. Der Effekt wurde 1999 von den Psychologen David Dunning und Justin Kruger David Dunning und … Weiterlesen

Dura

In der Medizin ist die Dura mater (kurz Dura) die äußerste und robusteste der drei Hirnhäute, die Gehirn und Rückenmark umgüllt und schützt, eine derbe Bindegewebsschicht, die direkt unter den Schädelknochen liegt. Sie ist entscheidend für den Schutz des Zentralnervensystems, trennt Hirnteile durch Fortsätze wie Falx und Tentorium und ist wichtig für die Zirkulation des Gehirnwassers (Liquor). Wichtige Aspekte … Weiterlesen

Dysarthrie

Die Dysarthrie ist eine Artikulationsstörung, d. h. die Worte werden nicht richtig ausgesprochen. Die Sprache ist unter Umständen abgehackt, stakkatoartig, gehaucht, unregelmäßig, unpräzise oder monoton, die Betroffenen verstehen Sprache jedoch und benutzen sie richtig.

dysexekutives Syndrom

Das dysexekutive Syndrom ist ein Überbegriff für kognitive, emotionale und Verhaltensstörungen, die durch Schädigungen im Frontalhirn entstehen und sich in Problemen mit Planung, Organisation, Problemlösung, Impulskontrolle und Flexibilität zeigen, was zu unorganisiertem Verhalten, mangelnder Motivation oder Persönlichkeitsveränderungen führt und die Alltagsbewältigung erschwert. Es äußert sich oft in Unorganisiertheit, Impulsivität, perseverativem Verhalten (Nicht-Aufhören-Können), Störungen der Aufmerksamkeit … Weiterlesen

Dyslexie

Unter Dyslexie (von altgriechisch δυς dys, deutsch ‚schlecht‘, ‚schwer‘, ‚miss‘- [hier = Missverstehen], λέξις léxis ‚Sprache‘, ‚Redeweise‘, ‚Stil‘ [hier = Redeweise] schlechte/falsche Wiedergabe/Redeweise) versteht man eine Werkzeugstörung, bei der trotz normalen Seh- und Hörvermögens die Fähigkeit eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen und zu verstehen. Man spricht auch von Leseschwierigkeit. Der Begriff Alexie (von altgriechisch α- a- ‚nicht‘-, ‚un‘-) bezeichnet den Verlust der Lesefähigkeit, das völlige Unvermögen zu lesen.

Dysphagie

Die Dysphagie ist gekennzeichnet durch ein “Steckenbleiben” der Nahrung in Hals oder Brust, das mit Druckgefühl oder Schmerzen verbunden ist (Odynophagie). Die Beschwerden können während oder nach dem Schluckakt auftreten und zervikal, retrosternal oder abdominell lokalisiert sein.