Großbaustelle Gehirn

  ​Baustelle Gehirn: Warum Neuroregeneration wie der Straßenbau funktioniert ​Das menschliche Gehirn ist das komplexeste Infrastrukturnetzwerk der Welt. Milliarden von Nervenzellen (Neuronen) sind durch „Datenautobahnen“, die Axone, miteinander verbunden. Doch was passiert, wenn ein schweres Ereignis – sei es ein Schlaganfall oder eine traumatische Verletzung – dieses Netzwerk unterbricht? ​Die Wissenschaft der Neuroregeneration zeigt uns, … Weiterlesen

Schlaganfall im Schlaf

Ein Schlaganfall im Schlaf, oft als “Wake-Up Stroke” bezeichnet, tritt auf, wenn Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Schwindel direkt beim Aufwachen bemerkt werden. Etwa 20-25 % der Schlaganfälle ereignen sich nachts. Das Hauptproblem ist der unbekannte Zeitpunkt des Auftretens, was die Akuttherapie (wie Thrombolyse oder mechanische Thrombektomie) erschwert. Spezialisierte MRT-Untersuchungen helfen jedoch, den Zeitpunkt einzugrenzen.  Wichtige Fakten zum Schlaganfall … Weiterlesen

Wie entsteht eine Spastik?

Eine Spastik ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) – also des Gehirns oder des Rückenmarks – entsteht.  Der Entstehungsprozess im Detail Normalerweise stehen Muskeln und Nervensystem in einem ständigen Austausch. Das Gehirn sendet Signale, um Muskeln anzuspannen oder zu entspannen, und das Rückenmark verarbeitet Reflexe. Bei einer Spastik ist dieser … Weiterlesen

Schlafphasen

Schlafphasen sind wiederkehrende Zyklen (ca. 90-120 Min.), bestehend aus Einschlafen, Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf (Traumphase). Ein Erwachsener durchläuft diese Phasen 4-5 Mal pro Nacht. Tiefschlaf regeneriert den Körper, während der REM-Schlaf wichtig für die mentale Verarbeitung ist.  Die vier Phasen im Detail: Wichtige Erkenntnisse: Hat Schlaf Einfluss auf den Blutdruck? Der Körper regeneriert sich im Schlaf, … Weiterlesen

Gesunder Schlaf nach neurologischen Erkrankung

Gesunder Schlaf ist nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, Parkinson) essenziell für die Neurorehabilitation, da er die Neuroplastizität fördert, kognitive Funktionen verbessert und die Regeneration geschädigter Nervennetzwerke unterstützt. Feste Schlafenszeiten, ein abgedunkeltes Schlafzimmer, Verzicht auf Alkohol/Koffein und tägliches Tageslicht sind entscheidend.  Warum Schlaf nach neurologischen Schäden so wichtig ist Tipps für einen gesunden Schlaf (Schlafhygiene) Umgang … Weiterlesen

Farblichttherapie

Die Farbtherapie (Farblichttherapie) nach einem Schlaganfall kann unterstützend wirken, um Stimmung, Schlaf und motorische Unruhe zu verbessern. Sie nutzt farbiges Licht (z.B. durch Lampen oder Brillen), um Nervensystem und Psyche positiv zu beeinflussen, etwa durch beruhigendes Blau oder aktivierendes Rot.  Wirkungen von Farben nach einem Schlaganfall: Anwendungsmöglichkeiten: Wichtige Hinweise:Die Farbtherapie ist eine unterstützende Maßnahme und ersetzt … Weiterlesen

COVID-19 kann das Schlaganfall Risiko erhöhen

Corona (COVID-19) kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Studien zeigen, dass insbesondere in den ersten zwei Wochen nach einer Infektion das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich ansteigt, bedingt durch entzündliche Prozesse und eine erhöhte Thromboseneigung. Wichtige Fakten zum Zusammenhang: Hinweis: Dies ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei Symptomen wie einseitiger Lähmung, Sprachstörungen oder plötzlicher … Weiterlesen

Sialorrhoe (Speichelfluss/Sabbern) nach Schlaganfall

Sialorrhoe (übermäßiger Speichelfluss/Sabbern) nach einem Schlaganfall ist meist Folge einer neurogenen Dysphagie (Schluckstörung) und Muskelschwäche im Mund-Gesichts-Bereich, nicht unbedingt einer Überproduktion. Sie ist gut behandelbar, z.B. durch Logopädie, Botulinumtoxin-Injektionen oder Medikamente, und sollte frühzeitig therapiert werden, um soziale Isolation und Komplikationen wie Hautentzündungen zu vermeiden.  Ursachen und Folgen Therapiemöglichkeiten AnsprechpartnerErste Ansprechpartner sind Hausärzte, Neurologen sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte … Weiterlesen

Bluthochdruck “tickende Zeitbombe” für das Gehirn

Bluthochdruck gilt als “tickende Zeitbombe” für das Gehirn, da er langfristig feine Gefäße schädigt, das Risiko für Schlaganfälle erhöht und die Bildung von Hirnaneurysmen fördert. Chronische Hypertonie kann zu Demenz, kognitiven Beeinträchtigungen und lebensgefährlichen Hirnblutungen führen, oft ohne vorherige Symptome.  Die Gefahren im Überblick: Empfehlungen: Hinweis: Aneurysmen werden oft zufällig entdeckt und 90-95% bleiben über Jahre … Weiterlesen

Vernichtungskopfschmerz

Vernichtungskopfschmerz (Donnerschlagkopfschmerz) ist ein medizinischer Notfall, gekennzeichnet durch plötzlich einsetzende, extremste Schmerzen, die ihr Maximum innerhalb von 60 Sekunden erreichen. Häufigste Ursache ist eine Subarachnoidalblutung (SAB), weshalb sofort ein CT/MRT erfolgen muss. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, z.B. Aneurysmaclipping oder Blutdruckmanagement.  Wichtige Informationen: Notfallmaßnahmen: Bei Verdacht sofort den Notarzt (112) rufen. Wie fühlen sich Vernichtungskopfschmerzen … Weiterlesen

Atmung & Psyche – dein direkter Draht zum Nervensystem

Die Atmung ist die einzige autonome Körperfunktion, die wir bewusst steuern können. Damit gibt sie uns direkten Zugriff auf unser vegetatives Nervensystem. Das bedeutet: Über die Atmung können wir Angst dämpfen, Panikattacken abbremsen und Stress reduzieren. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass ihre Gedanken ruhiger werden, sobald die Atmung ruhiger wird. Atmung ist praktisch der Not-Aus-Schalter für Chaos im Kopf. Wie … Weiterlesen

Reha-Bericht bescheinigt arbeitsfähig – Was nun?

Ein Reha-Bericht, der “arbeitsfähig” bescheinigt, ist oft nur eine Prognose, die behandelnde Ärzte durch eigene Krankschreibungen überstimmen können. Betroffene sollten den Bericht genau prüfen, da er Auswirkungen auf Krankengeld oder Rente hat. Bei Diskrepanzen zwischen Reha-Urteil und eigenem Befinden ist zeitnahes Handeln (Widerspruch, Arztbesuch) wichtig.  Wichtige Aspekte bei arbeitsfähiger Entlassung: Reha-Bericht umgehend prüfen. Bei abweichendem Befinden … Weiterlesen

Atemübungen bei neurologischen Erkrankungen

Atemübungen bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson, MS, Schlaganfall) verbessern die Sauerstoffversorgung, mobilisieren den Brustkorb, lösen Verspannungen und beruhigen das vegetative Nervensystem. Effektive Techniken umfassen die Lippenbremse, Bauchatmung, gezieltes Atemmuskeltraining (3-5x/Woche) und beruhigende Methoden wie die 4-7-8-Technik, die Stress und Ängste reduzieren.  Wichtige Übungen und Techniken: Wichtige Hinweise: Die Atmung – Verbindung von Körper und Geist Die … Weiterlesen

Schlaganfälle sind behandelbar, aber Mythen gefährden Leben

Schlaganfälle sind behandelbar, aber Mythen gefährden Leben. Die wichtigsten Fakten: Ein Schlaganfall ist keine reine Alterskrankheit, kann jeden treffen, und bei Symptomen zählt jede Minute (Notruf 112/144). “Leichte” Schlaganfälle (TIAs) sind ernste Warnsignale. Schnelles Handeln rettet Gehirnzellen und ermöglicht oft eine gute Genesung.  Hier sind die gängigsten Mythen und Fakten: Anmerkung: Bei Verdacht immer sofort den … Weiterlesen

Ständige Alarmbereitschaft nach neurologischen Erkrankung

Ständige Alarmbereitschaft nach einer neurologischen Erkrankung (Hyperarousal) ist ein Zustand chronischer Überreizung, bei dem das Nervensystem auch in Ruhe “Kampf-oder-Flucht”-Signale sendet. Dies kann durch traumatische Erfahrungen, Schmerzen oder das Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems entstehen. Es ist essenziell, dies neurologisch abzuklären und durch Entspannungstechniken, Schlafhygiene sowie psychologische Unterstützung zu behandeln.  Ursachen und Mechanismen Symptome der ständigen Alarmbereitschaft  … Weiterlesen

Sensibilität nach einem Schlaganfall

Sensibilität (emotional oder körperlich) nach einem Schlaganfall ist häufig und umfasst Wesensveränderungen (Reizbarkeit, Trauer, Enthemmung), Affektinkontinenz (unwillkürliches Lachen/Weinen) sowie körperliche Empfindungsstörungen (Kribbeln, Brennen, Taubheit, Schmerzen). Ursachen sind hirnorganische Schäden, biochemische Veränderungen oder die psychische Krankheitsverarbeitung.  Häufige emotionale und körperliche Veränderungen: Unterstützung und Behandlung: Auch Schreckhaftigkeit nach einem Schlaganfall ist eine häufige Folge, die oft auf ein erhöhtes … Weiterlesen

“Leises-” & “Lautes-” Aneurysma

Ein Aneurysma ist eine krankhafte, dauerhafte Ausbuchtung einer Arterienwand. Ein “leises” Aneurysma verursacht über Jahre keine Symptome und wird meist zufällig entdeckt. Ein “lautes” Aneurysma äußert sich durch Schmerzen oder Druck auf Nachbarorgane und ist durch ein hohes Rupturrisiko (Einreißen) gekennzeichnet. Wichtige Fakten im Überblick: Aneurysmen treten am häufigsten an der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma) auf. Welches Aneurysma ist am gefährlichsten? Aneurysmen … Weiterlesen

Egoshooter zur Rehabilitation nach Schlaganfall

Counter‑Strike als Metapher für neurologische Rehabilitation ist ein überraschend kraftvolles Werkzeug – nicht, weil man das Spiel selbst spielt, sondern weil seine Mechaniken, Perspektive und Struktur perfekt zu motorischem Lernen, Motor Imagery und repetitiven Reha‑Prozessen passen. First Person‑Perspektive = Körper‑Ich‑Aktivierung Die Ego‑Perspektive ist ein Geschenk für die Reha: Sie stärkt das Gefühl „Ich steuere meinen … Weiterlesen

Den Schock nach einer neurologischen Erkrankung verarbeiten.

Ein neurologisches Ereignis – egal ob Schlaganfall, Hirnblutung, Unfall oder etwas anderes – trifft Menschen oft wie ein Erdbeben. Der Körper verändert sich plötzlich, das Selbstbild wankt, und das Nervensystem selbst ist überfordert. Dass sich das wie ein Schock anfühlt, ist nicht nur normal, sondern biologisch nachvollziehbar. Was im Schock passiert Das ist kein Zeichen … Weiterlesen

Wie reagiert unser Gehirn auf Gefahr und Bedrohung?

Das Gehirn reagiert auf Gefahren mit einem blitzschnellen Notprogramm (Kampf-oder-Flucht-Reaktion), primär gesteuert durch die Amygdala (Angstzentrum). Sie löst die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol aus, was Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung erhöht. Der präfrontale Kortex (Denken) wird gedrosselt, der Hippocampus (Bewertung) überbrückt.  Die wichtigsten Mechanismen bei Gefahr: Langfristige Folgen:Chronischer Stress kann die Amygdala vergrößern und … Weiterlesen