Ein Delir ist ein akuter, meist vorübergehender Verwirrtheitszustand, gekennzeichnet durch plötzliche Störungen des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung (z.B. Halluzinationen). Es ist eine ernstzunehmende, oft lebensgefährliche Hirnfunktionsstörung, die häufig nach Operationen, bei Infektionen oder Entzug auftritt. Eine rasche medizinische Behandlung der Ursache ist essenziell.
Wichtige Aspekte zum Delir:
- Symptome: Plötzliche Desorientierung, Konzentrationsstörungen, Schwankungen des Bewusstseins, Halluzinationen, Angst, Unruhe (hyperaktiv) oder Apathie (hypoaktiv).
- Ursachen: Häufig Auslöser wie Infekte (Fieber), Medikamente,Operationen, Flüssigkeitsmangel, Schmerzen oder ungewohnte Umgebung.
- Risikogruppen: Vor allem ältere Menschen, Personen mit Demenz oder nach schweren Eingriffen.
- Formen:
- Hyperaktives Delir: Unruhe, Reizbarkeit, Halluzinationen.
- Hypoaktives Delir: Bewegungsarmut, Apathie, oft schwerer zu erkennen.
- Dauer: Stunden bis Tage, selten Wochen.
- Behandlung/Prävention: Ursachenbehebung, Orientierungshilfen (Brille/Hörgerät), vertraute Umgebung schaffen, Reizreduktion, Schlaf-Wach-Rhythmus fördern.
Ein Delir ist ein Notfall und erfordert meist eine stationäre Behandlung