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Konfabulation

Konfabulation bezeichnet in der Medizin und Psychologie das unbewusste Auffüllen von Gedächtnislücken mit frei erfundenen, objektiv falschen Inhalten, die der Betroffene jedoch für wahr hält. Es handelt sich um ein Symptom hirnorganischer Schädigungen (z.B. Korsakow-Syndrom, Demenz), bei dem Patienten Gedächtnisstörungen durch pseudo-erinnerte Erlebnisse kaschieren.
Wichtige Aspekte der Konfabulation:
  • Unbewusster Prozess: Im Gegensatz zur Lüge ist Konfabulation nicht bewusst, es ist keine Absicht zu täuschen.
  • Gedächtnislücken: Die erfundenen Inhalte dienen dazu, Lücken im Gedächtnis zu schließen.
  • Plausibilität: Die Geschichten wirken oft realitätsnah und werden lückenlos in Erlebtes eingefügt
  • Ursachen: Häufige Ursachen sind hirnorganische Erkrankungen, wie das Korsakow-Syndrom (Alkoholismus), Demenz oder Schizophrenie.
  • Formen: Man unterscheidet zwischen provozierter Konfabulation (durch Fragen ausgelöst) und spontaner Konfabulation (selbstständig erzählte Geschichten).
  • Abgrenzung: Abzugrenzen von bewusstem Lügen oder der “Pseudologia phantastica”.
Konfabulationen sind oft Wechsel-erinnerungen, die sich bei mehrfachem Fragen ändern können.