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Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine strukturierte, zielgerichtete Psychotherapie, die dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster identifiziert und verändert. Sie verbindet kognitive Techniken zur Überprüfung von Einstellungen mit verhaltensorientierten Methoden. KVT ist besonders wirksam bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, wobei Patienten aktiv an der Bewältigung arbeiten, oft durch Hausaufgaben. Grundprinzipien und Merkmale Grundannahme: Psychische Probleme entstehen oft durch erlernte, … Weiterlesen

Kognitives Gehirntraining

Kognitives Gehirntraining umfasst Übungen zur Steigerung der mentalen Leistungsfähigkeit, einschließlich Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Durch regelmäßiges Training (ca. 3 Monate) werden neuronale Netzwerke gestärkt, was den Alltag erleichtert und die Konzentration fördert. Methoden reichen von Gedächtnisspielen, Rätseln und dem Erlernen neuer Sprachen bis zu körperlichen Koordinationsübungen. Ziele und Vorteile Verbesserung kognitiver Funktionen: Steigerung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, … Weiterlesen

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind der wichtigste Energielieferant des Körpers, die aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffmolekülen bestehen. Sie werden vom Körper in Blutzucker umgewandelt, um Muskeln und Gehirn mit Energie zu versorgen und können als Glykogen gespeichert werden. Eine ausgewogene Ernährung sollte reich an komplexen Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten sein.  Funktionen und Bedeutung Energielieferant: Sie sind der Haupttreibstoff … Weiterlesen

Kompensation

Kompensation nach einem Schlaganfall bedeutet, Einschränkungen durch neue Bewegungsstrategien oder Hilfsmittel (Stöcke, Orthesen) im Alltag zu umgehen, um Selbstständigkeit zu sichern. Sie unterscheidet sich von der Wiederherstellung (Rehabilitation), die darauf abzielt, Funktionen wie Gehen oder Greifen wieder zu erlernen. Eine Kombination ist ideal: Kompensation für den Alltag, Training zur Heilung. Wichtige Aspekte der Kompensation: Kompensatorische Hilfsmittel: Einsetzen … Weiterlesen

Konfabulation

Konfabulation bezeichnet in der Medizin und Psychologie das unbewusste Auffüllen von Gedächtnislücken mit frei erfundenen, objektiv falschen Inhalten, die der Betroffene jedoch für wahr hält. Es handelt sich um ein Symptom hirnorganischer Schädigungen (z.B. Korsakow-Syndrom, Demenz), bei dem Patienten Gedächtnisstörungen durch pseudo-erinnerte Erlebnisse kaschieren. Wichtige Aspekte der Konfabulation: Unbewusster Prozess: Im Gegensatz zur Lüge ist Konfabulation nicht … Weiterlesen

Kongestion

Kongestion (von lateinisch congerere, „anhäufen“) beschreibt auf Deutsch einen Blutandrang, eine Stauung oder eine Überlastung, meist durch eine erhöhte Blutmenge oder Flüssigkeitsansammlung in einem Körperbereich, was den normalen Fluss behindert, wie z. B. eine verstopfte Nase (nasale Kongestion) oder Flüssigkeitsstau bei Herzinsuffizienz (kongestive Herzinsuffizienz). Es kann auch den allgemeinen Verkehrsstau (engl. congestion) bedeuten, wird aber im Deutschen oft als “Stau” oder “Verstopfung” übersetzt. Medizinischer … Weiterlesen

Kontralateral

Kontralateral bedeutet in der Medizin und Anatomie „auf der entgegengesetzten Körperseite oder -hälfte gelegen“. Es beschreibt die Lage von Organen, Symptomen oder Läsionen relativ zu einem Referenzpunkt, wobei die Körpermitte als Trennlinie dient. Das Gegenteil ist ipsilateral (auf derselben Seite). Wichtige Aspekte: Medizinische Anwendung: Häufig genutzt, um die Seite einer Erkrankung im Verhältnis zur Körpermitte zu beschreiben … Weiterlesen

Korsakow-Syndrom

Das Korsakow-Syndrom ist eine schwerwiegende neuropsychiatrische Erkrankung, meist verursacht durch chronischen Alkoholabusus und einen damit verbundenen schweren Thiaminmangel (Es ist gekennzeichnet durch massive anterograde Amnesie (Kurzzeitgedächtnisverlust), Konfabulationen (Erfinden von Geschichten) und zeitliche Desorientierung. Eine umgehende hochdosierte Vitamin B1-Gabe ist essenziell, um irreversible Hirnschäden zu verhindern. Symptome und Merkmale Gedächtnisverlust: Besonders das Kurzzeitgedächtnis ist betroffen; neue Informationen werden … Weiterlesen

Kortex

“Kortex” (lateinisch für “Rinde”) bezeichnet die äußere Schicht von Organen oder Strukturen, wie der Großhirnrinde (Cortex cerebri), aber auch der Nebenniere, Niere oder in Pflanzen. Der Begriff wird häufig für die Graue Substanz des Gehirns verwendet und beschreibt eine an Nervenzellen reiche Schicht an der Oberfläche, die für Funktionen wie Wahrnehmung, Denken und Bewegung zuständig ist. 

Kortikal

“Kortikal” bedeutet, dass etwas die Hirnrinde (Cortex) oder die Knochenrinde (Kortikalis) betrifft. Beispiele hierfür sind kortikale Oszillationen (elektrische Potentiale in der Hirnrinde, die an Wahrnehmung beteiligt sind) oder kortikale hämorrhagische Kontusionen (Hirnblutungen, die in der Rinde auftreten). Der Begriff kann auch auf die Knochenrinde angewendet werden, wie bei der kortikalen Demenz oder der Fokalen kortikalen Dysplasie, die … Weiterlesen

Kortisol

Kortisol ist ein Hormon der Nebennierenrinde (Glukokortikoid) mit vielfältigen Effekten auf den gesamten Stoffwechsel. Seine Bildung und Freisetzung wird durch das Hypophysenhormon ACTH gesteuert. ACTH und Kortisol können im Blut gemessen werden, um Erkrankungszustände mit Hyper- (zu viel Kortisol im Blut) bzw.

Kortison

Kortison ist ein Hormon, das natürlicherweise in der Nebennierenrinde gebildet wird und entzündungshemmend wirkt, oder umgangssprachlich für künstlich hergestellte Medikamente (Kortikoide/Kortikosteroide) steht, die diese Wirkung nachahmen. Diese Medikamente werden bei Entzündungen, Autoimmunerkrankungen und allergischen Reaktionen eingesetzt und haben vielfältige Wirkungen auf Stoffwechsel, Immunabwehr und Wasserhaushalt. Körpereigenes Hormon Funktion: Es ist die inaktive Form des Stresshormons Kortisol, das … Weiterlesen