Neuropsychologisches Training ist eine gezielte, evidenzbasierte Therapie zur Verbesserung kognitiver Funktionen wie Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen. Es hilft Menschen nach Hirnschädigungen (Schlaganfall, Unfall, Demenz) oder bei psychischen Erkrankungen (ADHS, Depression), die Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alltag zu steigern.
Ziele: Wiederherstellung defizitärer Funktionen (Restitution) und das Erlernen von Kompensationsstrategien im Umgang mit Einschränkungen.
- Methoden: Einsatz von computergestützten Programmen, speziellen Übungsmaterialien (z.B. Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitstraining) sowie verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
- Anwendungsgebiete: Einsatz bei kognitiven Einbußen, Verbesserung der Planungsfähigkeit und Problemlösungskompetenz.
- Neurozentriertes Training/Neuroathletik: Ein verwandter Ansatz, der durch gezielte Reize (visuell, vestibulär, propriozeptiv) das Gehirn stimuliert, um Bewegungen zu präzisieren und Schmerzen zu reduzieren.
Das Training wird oft im Rahmen der Neuropsychologie, Ergotherapie oder Psychotherapie durchgeführt.