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Hemispastik

Hemispastik ist eine spastische Lähmung, bei der Arm und Bein einer Körperseite betroffen sind. Sie entsteht durch eine einseitige Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) und führt zu einer Erhöhung der Muskelspannung (Spastik), was die Beweglichkeit einschränkt. Mögliche Folgeerscheinungen können auch die Sprach- oder Schluckmuskulatur betreffen. Hauptmerkmale Betroffene Körperseite: Betrifft Arm und Bein auf derselben Seite des Körpers. Ursache: Eine Schädigung … Weiterlesen

Hemisphäre

“Hemisphären Gehirn” bezieht sich auf die beiden Gehirnhälften, die linke und die rechte Hemisphäre, die durch den Balken (Corpus callosum) verbunden sind. Während die linke Hemisphäre oft für analytische und logische Funktionen wie Sprache zuständig ist, übernimmt die rechte eher intuitive und kreative Aufgaben wie räumliche Orientierung und Fantasie. Der Begriff “Hemisphäre” bedeutet wörtlich “Halbkugel”. … Weiterlesen

Hemisphärensyndrom 

Das Hemisphärensyndrom (oder Hemisyndrom) entsteht bei einer ausgedehnten Schädigung einer Großhirnhemisphäre und eventuell zusätzlich der tiefer gelegenen Basalganglien und des zum Zwischenhirn gehörigen Thalamus. Es verbindet neurologische Defizite, die in der Regel eine (nämlich die gegenüberliegende) Körperseite betreffen.

Herzinfarkt

Herzinfarkt (Myokardinfarkt) Der Herzinfarkt ist eine akute Erkrankung, die durch eine Verstopfung der Herzkranzgefässe verursacht wird. Dabei führt ein Blutgerinnsel dazu, dass die Blutversorgung des Herzens unterbrochen wird, was starke Brustschmerzen, Atemnot, Übelkeit oder Schwindel verursachen kann.

Hilflosenentschädigung

Die Hilflosenentschädigung ist eine Leistung der Schweizer Sozialversicherung (AHV/IV) für Personen, die aufgrund einer dauernden gesundheitlichen Beeinträchtigung auf Hilfe Dritter angewiesen sind, um alltägliche Aufgaben wie Ankleiden, Körperpflege oder Essen zu bewältigen. Sie ist unabhängig von Einkommen und Vermögen und beträgt je nach Schweregrad (leicht, mittel, schwer) und Wohnsituation (zu Hause oder Heim) monatlich zwischen ca. … Weiterlesen

Hippocampus

Die Hauptfunktionen des Hippocampus sind die Gedächtnisbildung und das Lernen. Er fungiert als „Schaltstelle“, die Informationen vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis überführt, und ist außerdem für das räumliche Gedächtnis, das Lernen von Fakten und Erfahrungen (deklaratives Gedächtnis) sowie die Verarbeitung von Emotionen wichtig.   Gedächtnis und Lernen Transferfunktion:  Der Hippocampus ist entscheidend für die Übertragung von Informationen … Weiterlesen

Hirnblutung

Eine Hirnblutung ist eine Blutung innerhalb des Schädels, die durch ein geplatztes oder gerissenes Blutgefäß im Gehirn verursacht wird. Dies kann zu einer Schädigung des Gehirngewebes durch den Bluterguss und den erhöhten Druck führen, was potenziell lebensbedrohlich ist.  Ursachen: Bluthochdruck ist eine der häufigsten Ursachen für Hirnblutungen, da er die Blutgefäße schwächen und zum Platzen bringen kann.  … Weiterlesen

Hirnhaut

“Hirnhaut” (Meningen) bezieht sich auf die drei Bindegewebsschichten, die Gehirn und Rückenmark umgeben und schützen: die äußerste Dura mater (harte Hirnhaut), die mittlere Arachnoidea mater (Spinnengewebshaut) und die innerste Pia mater (weiche Hirnhaut). Diese Schichten umschließen das zentrale Nervensystem, bilden Räume für Liquor und Blutgefäße und setzen sich als Rückenmarkshäute fort, wobei sie Schutz bieten und eine Barriere gegen Infektionen … Weiterlesen

Hirninfarkt

Ein Hirninfarkt, auch ischämischer Schlaganfall genannt, ist ein medizinischer Notfall, der durch eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns entsteht. Verursacht wird er meist durch einen Gefäßverschluss, der den Blutfluss blockiert und so den Sauerstoffmangel in den betroffenen Gehirnarealen führt. Unmittelbare Behandlung ist entscheidend, um Zellschäden zu minimieren und bleibende Behinderungen zu verhindern.  Ursachen  Gefäßverschluss: Eine Arterie wird durch einen … Weiterlesen

Hirnmassenblutung

Eine Hirnmassenblutung (intrazerebrale Blutung) ist eine lebensbedrohliche Einblutung direkt ins Hirngewebe, die durch ein geplatztes Blutgefäß entsteht, oft durch hohen Blutdruck, Gefäßmissbildungen oder Trauma verursacht. Sie führt zu einem Bluterguss (Hämatom), der Hirngewebe schädigt, neurologische Ausfälle wie Lähmungen, Sprachstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bewusstseinsverlust verursacht und sofortige intensive medizinische Behandlung erfordert. Ursachen Bluthochdruck: Häufigste Ursache, schädigt die Gefäße … Weiterlesen

Hirnschrittmacher

Ein Hirnschrittmacher ist ein medizinisches Gerät, das elektrische Impulse an bestimmte Gehirnbereiche sendet, um neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder essentiellen Tremor zu behandeln. Das Verfahren, auch als Tiefe Hirnstimulation (THS) (engl. Deep Brain Stimulation, DBS) bekannt, umfasst die Implantation von Elektroden im Gehirn, die mit einem unter der Haut liegenden Impulsgeber verbunden sind. Diese Stimulation soll die Funktion gestörter … Weiterlesen

Hirnstamm

Der Hirnstamm ist eine zentrale Struktur, die das Großhirn mit dem Rückenmark verbindet und aus dem Mittelhirn, der Brücke (Pons) und dem verlängerten Mark (Medulla oblongata) besteht. Er ist für die Steuerung lebensnotwendiger Funktionen wie Atmung, Blutdruck und Herzschlag verantwortlich und enthält die Kerngebiete der meisten Hirnnerven. Die wichtigsten Synonyme sind Truncus encephali oder Truncus cerebri. Aufbau und Lage Lage: Unterhalb des Zwischenhirns … Weiterlesen

Hirnstamminfarkt

Ein Hirnstamminfarkt ist ein lebensbedrohlicher Schlaganfall, verursacht durch eine Durchblutungsstörung im Hirnstamm, der lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Bewusstsein, Herzschlag und Gleichgewicht steuert. Typische Symptome sind Schwindel, Gleichgewichts- und Sehstörungen (Doppelbilder, Pupillenstörungen), Schluck- und Sprechstörungen, Lähmungen (auch gekreuzt), sowie Atemausfälle, was eine sofortige Diagnose (MRT, Angiografie) und Behandlung auf einer Stroke Unit erfordert. Die Prognose hängt stark von Größe und Lage ab, kann aber mit intensiver Rehabilitation verbessert … Weiterlesen

Hirnverletzung

Eine Hirnverletzung (oft als Schädel-Hirn-Trauma, SHT) ist eine Schädigung des Gehirns, verursacht durch äußere Gewalteinwirkung (Unfall, Sturz) oder innere Faktoren (Schlaganfall, Tumor). Sie führt zu körperlichen, kognitiven und verhaltensbezogenen Einschränkungen, die oft unsichtbar bleiben. Symptome reichen von Kopfschmerzen bis zu schweren Behinderungen. Wichtige Aspekte der Hirnverletzung: Ursachen: Häufig durch Schlaganfälle, Hirnblutungen, Sauerstoffmangel oder Stürze/Verkehrsunfälle (Schädel-Hirn-Trauma). Formen (SHT): Unterscheidung in … Weiterlesen

Histamin

Histamin ist ein körpereigener Stoff, der als Botenstoff an vielen Prozessen wie allergischen Reaktionen, Entzündungen, dem Schlaf-Wach-Rhythmus, der Regulierung des Blutdrucks und der Magensaftproduktion beteiligt ist. Es kommt auch in vielen Lebensmitteln vor, insbesondere in gereiften oder fermentierten Produkten. Ein Übermaß an Histamin kann bei einer Unverträglichkeit, der sogenannten Histaminintoleranz, zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Hautrötungen, Magen-Darm-Beschwerden oder … Weiterlesen

Homöostase

Der Begriff Homöostase beschreibt in der Physiologie die Aufrechterhaltung weitgehend konstanter Verhältnisse in einem offenen System. Homöostase erzeugt ein dynamisches Gleichgewicht und ist damit ein essenzielles Prinzip für die Lebenserhaltung und Funktion eines Organismus oder eines Organs. Das zugehörige Adjektiv lautet homöostatisch.

Hormon

Hormone sind körpereigene chemische Botenstoffe, die von verschiedenen Drüsen und Zellen produziert und über das Blut im Körper verteilt werden, um Signale zwischen Zellen zu übertragen. Sie sind für viele lebenswichtige Prozesse wie Wachstum, Stoffwechsel, Fortpflanzung, Blutdruck und Stimmung verantwortlich und wirken auf spezifische Zielzellen, indem sie deren Funktionen beeinflussen. Beispiele sind Insulin zur Blutzuckerregulation oder Adrenalin … Weiterlesen

Horner-Syndrom

Das Horner-Syndrom betrifft eine Seite des Gesichts und verursacht ein Herabhängen des Lids, eine Verengung der Pupille und erhöhte Schweißbildung. Die Ursache ist ein Riss in den Nervenfasern, die das Auge mit dem Gehirn verbinden.

Humerus

Der Humerus (Oberarmknochen) ist der lange Röhrenknochen des Oberarms, der vom Schultergelenk bis zum Ellenbogengelenk reicht und die Verbindung zwischen Schulterblatt (Scapula) und Unterarmknochen (Radius und Ulna) bildet. Er ist essenziell für die Beweglichkeit des Arms und gliedert sich in ein proximales Ende (mit Kopf und Hals), den Humerusschaft (Corpus humeri) und ein distales Ende (das … Weiterlesen

Hydration

Hydration (oft Hydratation) bezeichnet die Anlagerung von Wassermolekülen an Ionen oder Moleküle. Im Alltag steht es für die Flüssigkeitsversorgung des Körpers, essenziell für Stoffwechsel, Temperaturregelung und Leistung. Synonyme sind Flüssigkeitszufuhr, Wasseranlagerung oder Hydratisierung. Beispiele sind Trinken, Backen (Teigfeuchte) und Betonhärtung. Wichtige Aspekte der Hydration: Biologische Hydration (Körper): Ausreichend Wasser ist entscheidend für die kognitive Leistung, Hautelastizität und … Weiterlesen