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Thalamus

Der Thalamus ist ein Kerngebiet des Zwischenhirns, das als wichtigste Umschaltstation für fast alle Sinneseindrücke (außer dem Geruchssinn) dient, die auf dem Weg zur Großhirnrinde sind. Er wird oft als „Tor zum Bewusstsein“ bezeichnet, da er sensorische Informationen filtert und weiterleitet. Der Thalamus ist nicht nur für sensorische Informationen zuständig, sondern spielt auch eine Rolle … Weiterlesen

Thalamussyndrom

Das Thalamussyndrom (oft Déjerine-Roussy-Syndrom) ist eine neurologische Symptomkonstellation, die durch eine Schädigung des Thalamus, meist infolge eines Schlaganfalls (Thalamusinfarkt), entsteht. Es ist charakterisiert durch schwer behandelbare, brennende Dauerschmerzen (zentraler Schmerz), Missempfindungen (Allodynie, Hyperalgesie) sowie Sensibilitätsstörungen auf der Gegenseite des Infarkts. Kernmerkmale und Symptome: Schmerzsyndrom: Häufigster Bestandteil sind neuropathische, brennende Dauerschmerzen, oft verbunden mit kribbelnden Missempfindungen. Sensibilitätsstörungen: Verminderte Schmerz- und … Weiterlesen

Thiamin

Thiamin, bekannt als Vitamin B1, ist ein essenzielles, wasserlösliches Vitamin, das eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel (insbesondere Kohlenhydrate) und für das Nervensystem spielt. Es wird zur Behandlung von Mangelerscheinungen wie Beriberi, Wernicke-Korsakow-Syndrom und Nervenerkrankungen eingesetzt. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei ca. 1–1,5 mg. 

Thrombektomie

Die Thrombektomie ist ein minimal-invasiver, kathetergestützter Eingriff zur Entfernung von Blutgerinnseln (Thromben) aus verstopften Blutgefäßen, primär zur Behandlung von ischämischen Schlaganfällen. Sie stellt den Standard bei Verschlüssen großer Hirnarterien dar, um die Durchblutung wiederherzustellen, und wird oft innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn durchgeführt.

Thrombolyse

Thrombolyse ist eine medizinische Behandlung, die darauf abzielt, Blutgerinnsel mit Hilfe von Medikamenten aufzulösen, um die normale Blutzirkulation wiederherzustellen. Sie wird hauptsächlich bei akuten Ereignissen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Lungenembolie eingesetzt, um Gewebeschäden zu minimieren. Das Ziel ist es, die Blutgefäße wieder zu eröffnen und ist besonders dann wirksam, wenn sie frühzeitig nach Auftreten der Symptome beginnt.  So … Weiterlesen

Thrombose

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß, meist eine Vene, verschließt. Häufig betroffen sind die tiefen Beinvenen, was zu Symptomen wie Schwellung, Schmerzen, Wärme und bläulicher Verfärbung führen kann. Ein Blutgerinnsel kann sich lösen und mit dem Blutstrom zu lebensbedrohlichen Embolien wie einer Lungenembolie führen, die Symptome wie Atemnot und Brustschmerzen verursacht.  Symptome Die Symptome variieren … Weiterlesen

Thrombozyten

Thrombozyten (Blutplättchen) sind kleine, kernlose Blutzellen, die essenziell für die Blutstillung und Gerinnung sind, indem sie Wunden abdichten. Sie entstehen im Knochenmark, leben etwa 7-10 Tage und liegen bei gesunden Erwachsenen in einer Konzentration von ca. 150.000 bis 350.000/µl Blut vor. Abweichungen (Mangel: Thrombozytopenie, Überschuss: Thrombozytose) können zu Blutungsneigungen oder Thrombosen führen. Wichtige Fakten zu Thrombozyten: Funktion: Bei Gefäßverletzungen … Weiterlesen

Thrombus

Ein Thrombus ist ein medizinischer Fachbegriff für ein Blutgerinnsel, das sich innerhalb eines Blutgefäßes bildet. Er kann in Arterien oder Venen auftreten und den Blutfluss behindern, was zu einer Thrombose führt. Wenn sich der Thrombus löst und an eine andere Stelle im Körper gespült wird, kann dies eine Embolie verursachen.  Entstehung und Ursachen Ein Thrombus entsteht durch die Blutgerinnung, oft … Weiterlesen

Thyroxin

Thyroxin ist eine nicht-proteinogene α-Aminosäure mit der Summenformel C15H11I4NO4. Das Thyroxin-Molekül enthält vier Iod-Atome (Tetraiodthyronin), daher auch die Bezeichnung T4. Es entsteht durch Iodierung aus der Aminosäure Tyrosin.