Behandlung einer Post-Stroke-Depression (PSD)

Die Behandlung einer Post-Stroke-Depression (PSD) erfordert meist eine Kombination aus medikamentöser Therapie (vor allem SSRI-Antidepressiva) und psychologischer Betreuung (z.B. Verhaltenstherapie), um die Stimmung zu stabilisieren und die Rehabilitation zu unterstützen. Frühe Diagnose, Einbezug von Angehörigen, geduldige Aktivierung im Alltag und neuropsychologische Unterstützung sind entscheidend.  Hier sind die wichtigsten Maßnahmen im Detail: Es ist wichtig zu … Weiterlesen

Weisskittelhypertonie 

Die Weißkittelhypertonie (auch Weißkittelsyndrom) beschreibt einen erhöhten Blutdruck in der Arztpraxis (> 140/90 mmHg), während die Werte im entspannten Alltag (zu Hause) normal sind. Verursacht durch Stress oder Angst, ist sie kein harmloses Phänomen, da sie oft mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden ist. Die Diagnose erfolgt primär durch 24-Stunden-Blutdruckmessung.  Wichtige Fakten zur Weißkittelhypertonie: Hinweis: Wenn Sie hohe … Weiterlesen

«Use it or lose it»

«Use it or lose it», sagt man. Benutze es oder es geht verloren. Indem wir unser Gehirn benutzen, verändern wir es laufend. Das Prinzip „Use it or lose it“ (Benutze es oder verliere es) ist essenziell für das Gehirn nach neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata. Nicht genutzte Hirnareale verkümmern, während intensives, wiederholtes Training die Neuroplastizität … Weiterlesen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankung

Tinnitus nach einer neurologischen Erkrankung (10–20 % der neurologischen Patienten betroffen) tritt häufig als Begleitsymptom oder Folge auf. Ursachen können Schlaganfälle, Multiple Sklerose (MS), Schädel-Hirn-Traumata oder Gefäßmalformationen sein. Eine Abklärung durch Neurologe und HNO-Arzt ist notwendig, da es ein Frühsymptom sein kann. Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen: Diagnose und Behandlung: Bei akut auftretendem Tinnitus, insbesondere in Kombination … Weiterlesen

Unwillkürliche Muskelzuckungen

Myoklonien sind kurze, unwillkürliche Muskelzuckungen (oft arrhythmisch, blitzartig), während ein Tremor eine rhythmische, oszillatorische Bewegung ist. Beide sind Bewegungsstörungen, die durch ZNS-Störungen (kortikal, spinal) entstehen. Ursachen reichen von harmlos (Einschlafmyoklonien) bis zu neurologischen Erkrankungen (Epilepsie, MS, Parkinson, Creutzfeldt-Jakob).  Hauptunterschiede und Merkmale: Ursachen und Abklärung:Myoklonien können metabolisch (Stoffwechselstörungen), hypoxisch (Sauerstoffmangel im Gehirn), toxisch (Medikamente/Drogen) oder idiopathisch (ohne … Weiterlesen

Phasenmodell einer neurologischen Rehabilitation

Eine Erkrankung oder Verletzung des Nervensystems bedeutet für die Betroffenen einen massiven Einschnitt in ihr Leben und oft den Verlust der Selbständigkeit. Die Neurologische Rehabilitation soll Betroffene mit Hilfe modernster Therapien auf ihrem Weg in Alltag, Familie, Gesellschaft und Beruf zurückführen. Die neurologische Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist in ein Phasenmodell (A–F) gegliedert, das von der … Weiterlesen

Zwerchfellstimulation nach einem Schlaganfall

Die Zwerchfellstimulation nach einem Schlaganfall, oft mittels funktioneller Elektrostimulation (FES), zielt darauf ab, die geschwächte Atemmuskulatur zu aktivieren, die Atmung zu verbessern und Spastiken zu reduzieren. Sie unterstützt die Rehabilitation, indem sie die Reorganisation des Gehirns fördert und hilft, verlorene Bewegungsabläufe wiederzuerlernen.  Wichtige Aspekte der Zwerchfellstimulation nach Schlaganfall: Es ist wichtig, die spezifische Therapieform mit dem behandelnden Neurologen … Weiterlesen

Antriebslosigkeit nach neurologischen Erkrankungen

Gegen Antriebslosigkeit nach neurologischen Erkrankungen helfen strukturierter Tagesablauf, sanfte Bewegung (Spaziergänge, Dehnen), viel Tageslicht und soziale Kontakte. Wichtig sind zudem Fatigue-Management, kleine Ziele, Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) sowie psychotherapeutische Unterstützung, um seelische Folgen der Erkrankung zu bewältigen. Strategien zur Überwindung der Antriebslosigkeit: Hinweis: Wenn die Antriebslosigkeit länger als 14 Tage anhält, sollte ein Facharzt (Neurologe/Psychiater) aufgesucht werden … Weiterlesen

Depressive Stimmung bei neurologischen Erkrankungen

Schlechte Stimmung, depressive Verstimmungen oder Stimmungsschwankungen sind häufige Folgen neurologischer Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Parkinson, MS) und können sowohl organisch durch Hirnschädigungen als auch psychisch durch die Krankheitsbewältigung entstehen. Anhaltende Symptome wie Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit oder sozialer Rückzug sollten ernst genommen und fachärztlich (Neurologe/Psychiater) behandelt werden.  Ursachen und Symptome Häufige Erkrankungen mit Stimmungstiefs Behandlungsmöglichkeiten Hinweis: Wenn die … Weiterlesen

Hirnblutung und plötzlich ist alles anders

Die Hirnblutung ist ein stiller Angreifer, der das Leben binnen Sekunden verändert. Besonders ältere Menschen sind betroffen – es kann aber auch junge treffen. Es passiert plötzlich, oft ohne jegliche Vorwarnung – ein kleines Blutgefäss im Kopf platzt. Blut, das den Körper normalerweise am Leben hält, wird zum gefährlichen Angreifer, der sich seinen Weg durchs … Weiterlesen

Canabis-Konsum nach einer neurologischen Erkrankung

THC-Konsum nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. MS, Epilepsie) ist individuell. Während medizinisches Cannabis bei Spastik, Schmerzen oder bestimmten Epilepsieformen helfen kann, birgt nicht-medizinischer, starker Konsum Risiken wie kognitive Einbußen, Lern- und Gedächtnisdefizite. Die Wirkung ist oft unvorhersehbar und Nebenwirkungen können zum Abbruch führen. Eine ärztliche Absprache ist zwingend. Es wird dringend empfohlen, vor der Anwendung … Weiterlesen

Immer erschöpft: Welche Behandlung gibt es bei Fatigue?

Energielos und erschöpft – so fühlen sich oft nicht nur Menschen mit Multipler Sklerose. Auch bei vielen anderen neurologischen Krankheiten gibt es diese krankhafte Müdigkeit, Fatigue genannt. Was ist Fatigue? Der Begriff Fatigue (frz. Müdigkeit) steht für eine unnormale, krankhafte Müdigkeit bzw. Erschöpfbarkeit. Wer daran leidet, kann seinen alltäglichen Aufgaben nur noch eingeschränkt nachkommen. Welche … Weiterlesen

Bewegung fördert die Neuroplastizität

In unserer schnelllebigen Welt ist es einfach, im Trubel des Alltagslebens gefangen zu sein. Dennoch sollten wir niemals zu beschäftigt sein für unsere tägliche Dosis Bewegung! Du magst denken: “Sicher, ich weiß, es ist wichtig für einen gesunden Körper und ein gutes Körpergewicht.” Aber hast du jemals die Bedeutung von körperlicher Aktivität für deine Stimmung … Weiterlesen

Moderater Kaffeekonsum senkt Schlaganfallrisiko

Moderater Kaffeekonsum (ca. 3–5 Tassen täglich) senkt das Schlaganfallrisiko eher, als es zu erhöhen, und gilt nicht als Risikofaktor. Studien zeigen, dass regelmäßige Trinker ein bis zu 20 % geringeres Risiko haben als Nicht-Kaffeetrinker. Erst ab ca. 9–10 Tassen täglich könnte das Risiko wieder leicht steigen.  Kaffee ist somit in normalen Mengen ein sicheres Genussmittel … Weiterlesen

Fakten zu Grosshirn und Klenhirn

Das Großhirn (Telencephalon) und Kleinhirn (Cerebellum) sind Hauptregionen des menschlichen Gehirns mit spezialisierten Funktionen. Das Großhirn ist für bewusste Handlungen, Denken, Sprache und Gedächtnis zuständig. Das Kleinhirn hingegen ist essenziell für die Koordination, Feinabstimmung von Bewegungen und das Gleichgewicht.  Großhirn (Telencephalon/Cerebrum): Großhirn – Anatomie und Funktionseinheiten Das Großhirn befindet sich im oberen Bereich des Kopfes … Weiterlesen

Gehirnregionen einfach erklärt

Gehirnregionen: Eine Einfache Übersicht Das menschliche Gehirn ist in verschiedene Regionen unterteilt, die jeweils spezifische Funktionen haben. Hier sind die wichtigsten Gehirnregionen einfach erklärt: 1. Grosshirn (Cerebrum) Teilt sich in zwei Hälften: linke und rechte Hemisphäre – Verantwortlich für: 2. Kleinhirn (Cerebellum) Liegt unter dem Grosshirn – Verantwortlich für: 3. Hirnstamm (Brainstem) Verbindet das Grosshirn mit dem Rückenmark … Weiterlesen

Mineralstoff- & Vitaminmängel nach neurologischer Erkrankung

Nach neurologischen Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Demenz, Polyneuropathie) besteht häufig ein erhöhtes Risiko für Mineralstoff- und Vitaminmängel, die Nervenschäden fördern. Besonders Magnesium- und Vitamin-B-Mangel (B1, B12) sind kritisch, da sie Müdigkeit, Nervenschmerzen und Koordinationsstörungen verursachen. Eine gezielte Supplementierung kann die Regeneration unterstützen.  Wichtige Mineralstoffe & Vitamine bei neurologischen Erkrankungen: Ursachen und Folgen:Neurologische Schäden entstehen oft durch … Weiterlesen

Use it or lose it

Warum die gelähmte (Hemiparese) Körper-Seite unbedingt in den Alltag einbezogen gehört   Eine Lähmung – zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einer neurologischen Erkrankung – verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. Viele Betroffene neigen verständlicherweise dazu, die eingeschränkte Körperseite zu schonen und stattdessen die „funktionierende“ Seite zu nutzen. Kurzfristig fühlt sich das … Weiterlesen

Kaliumzufuhr nach einem Schlaganfall

Eine höhere Kaliumzufuhr nach einem Schlaganfall kann das Risiko für erneute Ereignisse (Rezidive) und die Sterblichkeit senken, oft durch den Einsatz von kaliumhaltigem Salzersatz (z. B. 75% Natriumchlorid, 25% Kaliumchlorid. Kalium hilft, den Blutdruck zu regulieren, der ein Hauptrisikofaktor für Schlaganfälle ist. Empfohlen werden ca. 3.500 bis 5.700 mg Kalium täglich, idealerweise über eine ausgewogene … Weiterlesen

Schlaganfall vorbeugen : Cholesterin senken

Die Senkung des LDL-Cholesterins ist entscheidend, um das Risiko für Schlaganfälle zu senken, insbesondere durch den Einsatz von Statinen. Ein LDL-Wert unter 70 mg/dl (oder noch niedriger bei hohes Risiko) wird nach einem Schlaganfall zur Vorbeugung weiterer Ereignisse empfohlen. Neben Medikamenten helfen eine mediterrane Ernährung, Sport und Rauchstopp.  Wichtige Fakten zur Cholesterinsenkung nach Schlaganfall: Fazit: Eine … Weiterlesen