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Parietallappen

Der Parietallappen (Scheitellappen) ist ein zentraler Abschnitt des Großhirns, gelegen hinter dem Frontallappen, der essenziell für die Verarbeitung sensorischer Informationen, räumliche Orientierung und Aufmerksamkeit ist. Er integriert Berührungs-, Schmerz- und Temperaturreize sowie visuelle Eindrücke, um Bewegungen zu koordinieren, Objekte zu erkennen und Rechnen/Lesen zu ermöglichen.  Hauptfunktionen und Anatomie: Lage: Hinter dem Frontallappen (getrennt durch die Zentralfurche) und … Weiterlesen

Parkinson

Parkinson ist eine chronisch fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn verursacht wird, was zu einem Mangel am Botenstoff Dopamin führt. Dies äußert sich primär in Bewegungsstörungen wie Zittern (Tremor), verlangsamten Bewegungen (Bradykinese), Muskelsteifheit (Rigor) und Gleichgewichtsstörungen. Die Krankheit betrifft häufig das extrapyramidal-motorische System und kann je nach Ursache als idiopathisches, genetisches, atypisches … Weiterlesen

Parosmie

Parosmie ist eine qualitative Geruchsstörung, bei der vertraute Gerüche verzerrt, falsch oder unangenehm wahrgenommen werden. Düfte werden oft als faulig, verbrannt oder chemisch verfälscht, selbst wenn die Quelle neutral ist. Sie tritt häufig nach Virusinfektionen (z.B. COVID-19) auf, wenn sich der Riechnerv erholt. Hauptmerkmale und Fakten: Formen: Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Kakosmie (Gerüche werden unangenehm wahrgenommen) und Euosmie (Gerüche werden fälschlicherweise … Weiterlesen

Perimetrie

Als Perimetrie bezeichnet man in der Augenheilkunde, der Neurologie und der Optometrie die Vermessung des Gesichtsfeldes. Zur Untersuchung werden Perimeter verwendet. Perimetrie ist eine schmerzfreie Augenuntersuchung zur Messung des Gesichtsfeldes, um Sehausfälle (Skotome) zu diagnostizieren oder zu überwachen. Sie lokalisiert Defekte im peripheren oder zentralen Sehen, die oft auf Krankheiten wie den grünen Star (Glaukom), Schlaganfälle oder … Weiterlesen

Periphere Nervensystem

Das periphere Nervensystem (PNS) ist der Teil des Nervensystems außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Es besteht aus den Hirnnerven und den Spinalnerven, die das zentrale Nervensystem (ZNS) mit dem Rest des Körpers wie Muskeln, Organen und Haut verbinden. Das PNS ist für die Steuerung bewusster Bewegungen sowie für unbewusste Funktionen und die Weiterleitung von Sinneseindrücken zum … Weiterlesen

Peroneusnerv

Der Peroneusnerv (auch Nervus fibularis communis) ist ein wichtiger peripherer Nerv am Unterschenkel, der vom Ischiasnerv abzweigt, die Wadenmuskulatur sowie die Haut des seitlichen Unterschenkels und des Fußrückens versorgt und für die Anhebung des Fußes (Dorsalflexion) und der Zehen zuständig ist; er ist besonders anfällig für Schäden am Wadenbeinköpfchen, was zu einer sogenannten Peroneuslähmung mit Fußheberschwäche und dem charakteristischen “Spitzfuß” … Weiterlesen

pes equinus

“Pes equinus” ist der lateinische Fachbegriff für Spitzfuß, eine Fußfehlstellung, bei der die Ferse den Boden nicht berührt und die Betroffenen auf den Zehenspitzen gehen. Diese Fehlstellung kann angeboren oder erworben sein, zum Beispiel durch neurologische Erkrankungen, Verletzungen oder lange Bettlägerigkeit. Die Behandlung hängt von der Ursache ab und kann sowohl konservativ als auch operativ erfolgen. … Weiterlesen

Phantosmie

Phantosmie ist eine Riechstörung, bei der Phantomgerüche – oft unangenehm, faulig oder verbrannt – wahrgenommen werden, obwohl keine Duftquelle vorhanden ist. Sie gilt als Geruchshalluzination und kann durch Schlaganfälle, neurologische Schäden, Infektionen oder Tumore im Schläfenlappen ausgelöst werden.

Pharyngeale Elektrostimulation

Bei der pharyngealen elektrischen Stimulation (PES) wird ein dünner Katheter, der mit einem Paar bipolarer Ringelektroden bestückt ist, über die Nase eingeführt. Es erfolgt eine elektrische Reizung des Zungengrunds und der Pharynxhinterwand, um so über die Fazilitation afferenter Bahnen neuromodulatorisch auf das Schlucknetzwerk einzuwirken. Dabei soll sich u.a. die Menge des Neuropeptids «Substanz-P» erhöhen, die als Biomarker … Weiterlesen

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist ein essenzieller Bestandteil der Schlaganfall-Rehabilitation, um durch gezieltes, intensives Training (Neuroplastizität) Mobilität, Kraft und Koordination wiederherzustellen. Frühzeitiger Beginn und hohe Wiederholungsraten fördern die Wiedererlangung der Selbstständigkeit. Wichtige Konzepte sind Bobath, PNF, Spiegeltraining und Gangschulung. Ziele und Schwerpunkte der Physiotherapie: Verbesserung der Beweglichkeit: Wiederherstellung von Funktionen wie Greifen oder Gehen. Kraftaufbau & Gleichgewicht: Stärkung der … Weiterlesen

PICA

cerebelli inferior posterior (PICA) ist der größte Ast und geht in variabler Höhe von der A. vertebralis ab. Meist verläuft sie um die Medulla oblongata und die Kleinhirntonisilien nach dorsal, um das Kleinhirn mit Blut zu versorgen.

Plantarflexion

Plantarflexion ist die Bewegung des Fußes, bei der sich die Fußspitze in Richtung des Bodens bewegt, also die Beugung des Fußes zur Fußsohle hin. Diese Bewegung ist wichtig für Aktivitäten wie das Laufen, Springen und das Stehen auf den Zehenspitzen. Sie wird von den Wadenmuskeln ausgeführt und ihr Gegenteil ist die Dorsalextension (Heben der Fußspitze).  Beugung nach unten:  … Weiterlesen

Plantarflexion

Plantarflexion ist die Bewegung des Fußes oder der Zehen in Richtung der Fußsohle, was das Anheben der Ferse und das Abdrücken der Zehenspitzen vom Boden beinhaltet. Diese Bewegung ist entscheidend für das Gehen, Stehen und das Abstoßen von Oberflächen, wie beispielsweise beim Autofahren oder beim Gehen auf Zehenspitzen. Das Gegenteil der Plantarflexion ist die Dorsalextension, bei … Weiterlesen

Plastizität

Plastizität ist die Fähigkeit eines Körpers oder Systems, sich nach einer Formänderung durch mechanische Kräfte oder äußere Einflüsse in der neuen Form dauerhaft zu erhalten, ohne in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Dieser Begriff wird in verschiedenen Fachbereichen wie der Physik (plastische Verformung von Materialien) und der Biologie (neuronale Plastizität, Anpassungsfähigkeit) verwendet.  In der Biologie und Psychologie Neuronale Plastizität:  Dies ist die … Weiterlesen

Polyneuropathie

Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven geschädigt sind, was zu Symptomen wie Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Schmerzen oder Muskelschwäche führt. Sie wird durch verschiedene Ursachen ausgelöst, am häufigsten durch Diabetes mellitus und chronischen Alkoholkonsum. Die Behandlung konzentriert sich auf die Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache, kann aber auch Schmerztherapie, physikalische Therapien und Medikamente umfassen. 

Polyneuropathie

Schlaganfall und Polyneuropathie (PNP) sind eigenständige Erkrankungen, können aber nach einem Schlaganfall gemeinsam auftreten oder ähnlich wirken. Während ein Schlaganfall das zentrale Nervensystem (Gehirn) schädigt und akute Lähmungen/Empfindungsstörungen verursacht, ist die PNP eine Erkrankung des peripheren Nervensystems (meist Füße/Beine) mit Kribbeln oder Brennen. Zusammenhang und Unterschiede: Keine direkte Ursache: Eine klassische, periphere Polyneuropathie wird in der Regel … Weiterlesen

Post-Stroke Fatigue

Post-Stroke Fatigue (PSF) ist eine häufige, oft monatelang anhaltende, lähmende Müdigkeit und Erschöpfung nach einem Schlaganfall, die nicht durch Schlaf verschwindet. Sie tritt bei über 30% der Betroffenen auf und beeinträchtigt den Alltag durch extremen Energiemangel sowie erhöhte Stresssensibilität. Die Behandlung umfasst Pacing (Energiesparen), Reha-Anpassungen und ärztliche Abklärung. Wichtige Informationen zu Post-Stroke Fatigue (PSF) Definition: PSF, ist … Weiterlesen

Post-Stroke-Delir

Das Post-Stroke-Delir (PSD) ist eine häufige, akute Funktionsstörung des Gehirns nach einem Schlaganfall, gekennzeichnet durch Verwirrtheit, Aufmerksamkeits- und Bewusstseinsstörungen. Etwa 15–25 % der Patienten sind betroffen, meist in den ersten Tagen. Es erhöht Mortalität und Pflegebedarf. Vorrangig sind nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Orientierungshilfen und frühe Mobilisierung.  Symptome: Plötzlicher Beginn, schwankender Verlauf, Desorientierung, Wahrnehmungsstörungen, Unruhe (hyperaktiv) oder Teilnahmslosigkeit (hypoaktiv). Risikofaktoren: Höheres Alter … Weiterlesen

Post-Stroke-Depression

Eine Post-Stroke-Depression (PSD) ist eine Depression, die nach einem Schlaganfall auftritt und etwa ein Drittel aller Schlaganfall-Patienten betreffen kann. Sie kann sowohl reaktiv (als Reaktion auf den Verlust von Fähigkeiten) als auch organisch bedingt sein, da der Schlaganfall direkt das Gehirn und die Persönlichkeit beeinflusst. Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Rückzug können auftreten und die Rehabilitation erschweren. Was … Weiterlesen

präfrontale Cortex

Der präfrontale Cortex (PFC) ist der vordere Teil des Frontallappens im Gehirn und für höhere kognitive Funktionen wie Planung, Entscheidungsfindung, Arbeitsgedächtnis und die Steuerung des eigenen Verhaltens verantwortlich. Er ist entscheidend für exekutive Funktionen, die Fähigkeit zur Handlungsplanung, Konzentration und die soziale sowie emotionale Regulation. Da er erst spät reift, sind die meisten dieser Fähigkeiten bis ins … Weiterlesen