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Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine seltene, genetisch bedingte neurologische Entwicklungsstörung, die fast ausschließlich Mädchen betrifft und meist durch eine Neumutation (oft MECP2-Gen) entsteht. Nach einer normalen Entwicklung (6–18 Monate) folgen Stagnation, Verlust von Sprache und Handfunktion, stereotype Handbewegungen (“Washing”) und schwere Behinderungen. Eine kausale Heilung existiert bisher nicht.

Rezidiv

Ein Rezidiv ist das Wiederauftreten einer Krankheit oder Störung nach einer anfänglich erfolgreichen Behandlung oder einer spontanen Besserung. Synonyme sind Rückfall oder Relaps. Es kann bei fast allen Krankheiten auftreten, zum Beispiel bei Infektionen, Tumoren oder psychischen Erkrankungen. Die Behandlung eines Rezidivs erfordert oft eine angepasste Therapiestrategie.  Wichtige Aspekte zu Rezidiven: Ursachen:  Meist überlebende Zellen oder minimale Krankheitsreste, die … Weiterlesen

Riva-Rocci

RR steht für Riva-Rocci und bezeichnet die Messung des arteriellen Blutdrucks mittels Manschette in mmHg, benannt nach dem Erfinder Scipione Riva-Rocci. Ein idealer Blutdruck liegt bei etwa 120/80 mmHg, wobei Werte ab 140/90 mmHg als Bluthochdruck (Hypertonie) gelten, was eine ärztliche Abklärung.

Rota-Therapie

Die Rota-Therapie ist ein neurophysiologisches Konzept, das auf Rotationsbewegungen der Wirbelsäule und des Körpers basiert, um die motorische Entwicklung zu fördern, Tonusstörungen zu regulieren und frühkindliche Reflexmuster abzubauen. Sie wird bei Säuglingen (z.B. Schreibabys), Kindern und Erwachsenen (z.B. Parkinson, Schlaganfall) angewendet. Zentrale Säulen sind Rotationsübungen, Mundbehandlungen und die Anpassung des Alltags. 

Rückenmark

Das Rückenmark ist ein zentraler Bestandteil des zentralen Nervensystems und verläuft als langes Nervenbündel durch den Wirbelkanal der Wirbelsäule, um Signale zwischen Gehirn und Körper zu übermitteln. Es dient als Hauptverbindungsleitung für Informationen und steuert nebenbei reflexartige Bewegungen unabhängig vom Gehirn.  Aufbau und Funktion Signalübertragung:  Das Rückenmark leitet Signale vom Gehirn an den Körper (z. B. für … Weiterlesen

Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffsättigung beschreibt, wie viel Prozent des Hämoglobins im Blut mit Sauerstoff beladen sind. Ein normaler Wert für arterielle Sättigung liegt zwischen 95 und 99 %. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Funktion der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems und wird entweder durch eine Blutgasanalyse oder mit einem Pulsoximeter gemessen.  Was die Sauerstoffsättigung bedeutet Funktion der Lunge:  Sie gibt … Weiterlesen

Scapula

Die Scapula, auch Schulterblatt genannt, ist ein flacher, dreieckiger Knochen am hinteren Teil des Schultergürtels, der den Oberarmknochen (Humerus) und das Schlüsselbein (Clavicula) mit dem Brustkorb verbindet und als wichtiger Ansatzpunkt für zahlreiche Schultermuskeln dient. Sie ermöglicht zusammen mit der Clavicula die große Beweglichkeit des Armes durch Bildung des Schultergelenks (Glenohumeralgelenk) und des Akromioklavikulargelenks. Hauptfunktionen Verbindung: Sie stellt die Verbindung … Weiterlesen

Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma (SHT), eine Verletzung des Schädels und/oder des Gehirns, die durch eine Gewalteinwirkung verursacht wird. SHTs reichen von leichten Formen wie Gehirnerschütterungen bis hin zu schweren Verletzungen, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern und lebensbedrohlich sein können. Mögliche Folgen sind vorübergehende oder dauerhafte Einschränkungen der Hirnfunktion sowie Blutungen.  Ursachen Äußere Krafteinwirkung auf den Kopf Unfälle und Stürze … Weiterlesen

Schilddrüse

Die Schilddrüse ist eine lebenswichtige Hormondrüse im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes, die die Hormone T3 und T4 produziert. Diese Hormone regulieren den Stoffwechsel, das Wachstum und die Reifung des Körpers. Die Produktion wird durch die Hirnanhangdrüse mittels des Hormons TSH gesteuert. Erkrankungen wie eine Über- oder Unterfunktion können den Stoffwechsel erheblich beeinträchtigen.  Lage und … Weiterlesen

Schinkengang 

Der Schinkengang (auch Sitzbeinhöckergehen) ist eine schonende Bewegungstechnik in der Pflege und Physiotherapie, um immobilen Menschen zu helfen, sich im Sitzen zu bewegen oder ihre Position zu verändern, indem das Gewicht abwechselnd von einer Gesäßhälfte auf die andere verlagert wird; dies entlastet eine Seite, die dann verschoben werden kann, und ist rückenschonend für Pflegekräfte, schützt die Haut des … Weiterlesen

Schlafapnoe

Schlafapnoe ist eine Schlafstörung, bei der die Atmung während des Schlafs wiederholt aussetzt. Dies führt zu gestörtem Schlaf und Tagesmüdigkeit, da der Sauerstoffgehalt im Blut kurzzeitig sinkt. Die häufigste Form ist die obstruktive Schlafapnoe, die durch eine Blockade der oberen Atemwege verursacht wird. Zu den Symptomen gehören lautes Schnarchen, starke Tagesmüdigkeit und morgendliche Kopfschmerzen. Eine Behandlung ist wichtig, um das … Weiterlesen

Schlaganfall

Ein Schlaganfall, auch Hirnschlag oder Apoplex genannt, ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn, die dazu führt, dass Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies kann zu bleibenden Schäden oder sogar zum Absterben von Hirnzellen führen, wenn die Durchblutung nicht schnell wiederhergestellt wird.

Schulter-Hand-Syndrom

Das Schulter-Hand-Syndrom (SHS) ist ein Oberbegriff für Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit, die von der Halswirbelsäule über die Schulter in den Arm bis in die Hand ausstrahlen. Ursachen sind oft muskuläre Verspannungen, eingeklemmte Nerven (z.B. bei einem Bandscheibenvorfall), Fehlhaltungen oder degenerative Veränderungen, die zu Schwellungen und Verklebungen führen können, besonders nach einem Schlaganfall. Symptome sind brennende Schmerzen, oft nachts … Weiterlesen

Schultersubluxation

Eine Schultersubluxation bei Hemiplegie ist die teilweise Ausrenkung des Schultergelenks nach einem Schlaganfall, die durch die Lähmung der Armmuskulatur und Schwerkraft verursacht wird. Sie ist eine häufige Komplikation, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt und die Rehabilitation erschwert. Ursachen und Mechanismen Symptome Folgen Prävention und Therapie

Schultersubluxation

Eine Schultersubluxation ist die teilweise Ausrenkung des Oberarmkopfes aus seiner Gelenkpfanne, was zu Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und möglicherweise einer sichtbaren Deformität führen kann. Im Gegensatz zur vollständigen Luxation, bei der der Kopf vollständig aus der Pfanne springt, bleibt der Humeruskopf bei einer Subluxation teilweise mit der Pfanne verbunden. Ursachen können Traumata wie Stürze, aber auch Überlastung … Weiterlesen

Schwankschwindel

Schwankschwindel ist ein subjektives Gefühl von Unsicherheit beim Stehen oder Gehen, oft beschrieben als das Gefühl, auf einem schwankenden Boot oder unsicheren Untergrund zu stehen. Er geht häufig mit Standunsicherheit, Gangunsicherheit und Benommenheit einher. Die häufigste Form ist der phobische (psychogene) Schwankschwindel, gefolgt von organischen Ursachen wie HWS-Verspannungen

Selbstreflexion

Selbstreflexion ist die bewusste Analyse des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns, um Verhaltensmuster zu erkennen und die persönliche Weiterentwicklung zu fördern. Sie beinhaltet, sich selbst objektiv zu beobachten, Werte zu hinterfragen und aus Fehlern zu lernen. Methoden wie Tagebuchschreiben, gezielte Fragen oder Feedback helfen dabei.

Sensibilitätsstörungen

Sensibilitätsstörungen sind Veränderungen der Wahrnehmung von Sinnesreizen wie Berührung, Temperatur und Schmerz, die sich als Kribbeln, Taubheit, Jucken, Brennen oder Über- und Unterempfindlichkeit äußern können. Sie entstehen durch Störungen im Nervensystem, sei es im peripheren Nervensystem (Nervenbahnen) oder im zentralen Nervensystem (Gehirn, Rückenmark), und können durch verschiedene Ursachen wie Nerveneinklemmungen, Durchblutungsstörungen, Infektionen, Stoffwechselerkrankungen oder neurologische Erkrankungen wie … Weiterlesen

Serotonin

Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff, der sowohl im Gehirn als auch im Körper wirkt und an vielen Funktionen beteiligt ist, darunter Stimmung, Schlaf, Appetit und Verdauung. Es wird oft als “Glückshormon” bezeichnet, weil es die Stimmung positiv beeinflusst, ist aber für weitaus mehr verantwortlich, wie beispielsweise die Schmerzwahrnehmung, das Blutgerinnung, den Blutdruck und die Darmtätigkeit. Die Produktion von … Weiterlesen

Serumkalium

Das Serumkalium ist die Konzentration von Kalium im Blutserum, ein lebenswichtiger Elektrolyt für Herz- und Muskelfunktionen