A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z

Cerebrum

Das Cerebrum ist der größte Teil des Gehirns und wird oft als “Großhirn” oder “Endhirn” bezeichnet, das für höhere Funktionen wie Denken, Gedächtnis, Sprache und Bewusstsein verantwortlich ist. Es ist in zwei Hemisphären unterteilt und besteht aus einer äußeren Schicht (graue Substanz) und tieferen Strukturen (weiße Substanz). Funktionen wie Sehen, Hören und Orientierung werden ebenfalls vom Cerebrum gesteuert.   Anatomische und funktionelle … Weiterlesen

Chlorid

Chlorid ist ein lebenswichtiger Elektrolyt (Blutsalz), der für den Flüssigkeitshaushalt, den Blutdruck und den Säure-Basen-Haushalt im Körper wichtig ist. Es ist unerlässlich für den Transport von anderen Elektrolyten und die Zellkommunikation. Medizinische Bedeutung haben sowohl die Messung von Chloridwerten im Blut zur Diagnose von Erkrankungen (z. B. Nierenleiden, Dehydrierung) als auch die Anwendung von Natriumchlorid (Kochsalz) als … Weiterlesen

Cholesterin

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die für den Körper essenziell ist, da sie ein wichtiger Baustein für Zellmembranen ist und zur Produktion von Hormonen, Vitaminen und Gallensäuren benötigt wird. Da es im Blut nicht wasserlöslich ist, wird es als Lipoprotein transportiert. Ein Überschuss, insbesondere des sogenannten LDL-Cholesterins (“schlechtes” Cholesterin), kann zu Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.  Wichtige Funktionen … Weiterlesen

Chorea

Chorea (griech. „Tanz“, früher „Veitstanz“) bezeichnet eine Gruppe hyperkinetischer Bewegungsstörungen mit unwillkürlichen, plötzlichen, unregelmäßigen Bewegungen von Gliedmaßen, Gesicht und Rumpf. Ursachen sind Funktionsstörungen der Basalganglien, etwa genetisch (Chorea Huntington) oder erworben (z.B. Sydenham-Chorea, Schlaganfall, Medikamente). Die Behandlung richtet sich nach der Ursache

Circulus arteriosus cerebri

Der Circulus arteriosus cerebri (Willisi) ist ein arterieller Gefäßring an der Gehirnbasis, der die vorderen und hinteren Kreisläufe des Gehirns (über innere Halsschlagadern und die Wirbelarterien) durch Anastomosen (Verbindungsgefäße) verbindet und so eine Kollateralversorgung sicherstellt, falls ein Hauptgefäß ausfällt. Er bildet eine lebenswichtige Umgehung, die das Gehirn vor Sauerstoffmangel schützt, indem er die Blutversorgung des gesamten Gehirns gewährleisten kann, wenn ein zuführendes … Weiterlesen

Cisterna magna

Die Cisterna magna (lateinisch) wird auf Deutsch als Hintere Kleinhirn-Mark-Zisterne oder Große Zisterne bezeichnet und ist eine wichtige Erweiterung des Subarachnoidalraums (Liquorraum) unterhalb des Kleinhirns (Cerebellum) und über dem verlängerten Mark (Medulla oblongata), gefüllt mit Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor). Sie dient als Reservoir für Nervenwasser und ist an Bildgebungen als Normvariante oder bei der Diagnostik wichtig. Wichtige Punkte: Bedeutung: Eine Erweiterung des Liquorraums, gefüllt … Weiterlesen

Cobalamin

Cobalamin, besser bekannt als Vitamin B12, ist ein wasserlösliches, essenzielles Vitamin aus dem B-Komplex, das eine zentrale Rolle bei der Blutbildung, DNA-Synthese, Nervenfunktion und im Zellstoffwechsel spielt. Es enthält ein zentrales Cobaltatom und wird ausschließlich von Mikroorganismen synthetisiert. 

Coiling

Coiling (oder Embolisation mit Spiralen) ist ein minimalinvasives, neuroradiologisches Verfahren zur Behandlung von Aneurysmen (Aussackungen) von Blutgefäßen, meist im Gehirn, bei dem feine Platinspiralen (Coils) in das Aneurysma eingebracht werden. Diese Spiralen füllen das Aneurysma von innen aus und führen durch Blutgerinnung zu einem Verschluss, der das Risiko einer lebensgefährlichen Blutung verhindert. Das Verfahren erfolgt über einen Katheter, … Weiterlesen

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein radiologisches Verfahren, das mithilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Schichtbilder (Schnittbilder) des Körperinneren erstellt. Ein rotierendes Röntgensystem umkreist den Patienten, der auf einer Liege durch den breiten Ring des Geräts gefahren wird. Die entstehenden Daten werden von einem Computer zu präzisen 2D- oder 3D-Bildern zusammengesetzt. Die CT dient der Diagnose von Erkrankungen, Verletzungen oder Tumoren und … Weiterlesen

Cortex

Cortex bedeutet Rinde und bezeichnet die äußere Schicht eines Organs oder einer Struktur, wie der Großhirnrinde (Cortex cerebri) oder der Nebennierenrinde. Im medizinischen Kontext bezieht sich der Begriff oft auf die Großhirnrinde, die für höhere kognitive Funktionen wie Denken, Erinnerung und Sprachverarbeitung zuständig ist. Auch in der Botanik und Zoologie wird Cortex für die äußere Gewebeschicht verwendet.   Medizinische Beispiele … Weiterlesen

Cortisol

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das von der Nebennierenrinde produziert wird, um auf Stress zu reagieren, den Stoffwechsel zu regulieren und Entzündungen zu hemmen. Es ist auch bekannt als Stresshormon, da der Spiegel bei starkem Stress ansteigt. Langfristig erhöhte Cortisolwerte können jedoch gesundheitliche Probleme verursachen. Funktionen von Cortisol: Stressbewältigung: Es hilft dem Körper, in akuten Stresssituationen leistungsfähig zu … Weiterlesen

Covid

COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) ist eine infektiöse Atemwegserkrankung, die durch das Virus SARS-CoV-2 verursacht wird. Sie trat erstmals Ende 2019 auf und zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Symptomen aus, das von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Lungenentzündungen mit tödlichem Ausgang reicht.  Wichtige Fakten zur Definition: Erreger: Das Virus SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2). Übertragung: Hauptsächlich … Weiterlesen

Creutzfeldt-Jakob

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) ist eine sehr seltene, stets tödlich verlaufende, übertragbare spongiforme Enzephalopathie (schwammartige Hirnerkrankung), verursacht durch abnorm gefaltete Prionproteine. Sie führt zu rasch fortschreitender Demenz, Bewegungsstörungen und Muskelzuckungen. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar. 

Cystein

Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure und Bestandteil von Proteinen. Durch die Ausbildung von Disulfidbrücken zwischen zwei Cysteinen spielt sie eine wichtige Rolle bei der räumlichen Struktur von Proteinen.

Dehydrierung

Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel/Dehydratation) ist eine gefährliche Austrocknung des Körpers durch zu geringe Wasseraufnahme oder hohen Flüssigkeitsverlust (Schwitzen, Durchfall). Symptome sind Durst, trockene Schleimhäute, dunkler Urin, Schwindel und Müdigkeit. Im Alltag hilft gezieltes Trinken; schwere Fälle erfordern ärztliche Behandlung. Besonders Kinder und Senioren sind gefährdet.  Wichtige Aspekte der Dehydrierung: Ursachen: Häufige Ursachen sind zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, starkes Schwitzen bei Hitze/Sport, … Weiterlesen

Déjerine-Roussy-Syndrom

Das Déjerine-Roussy-Syndrom (Thalamussyndrom) ist eine seltene Form des zentralen neuropathischen Schmerzes, die meist nach einem ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfall im Thalamus (v.a. Nucleus ventralis posterolateralis, VPL) auftritt. Es ist durch kontralaterale Schmerzen, Missempfindungen (Dysästhesien) und Gefühlsstörungen (Hemihypästhesie) gekennzeichnet. Wichtige Fakten zum Déjerine-Roussy-Syndrom: Ursachen: Häufigste Ursache ist ein Schlaganfall im Bereich des Thalamus. Seltener können Tumore oder traumatische … Weiterlesen

Dekubitus

Der Dekubitus wird in der Umgangssprache auch als Wundliegen bezeichnet und ist ein chronisches Druckgeschwür der Haut. Für Pflegende ist der Dekubitus ein Alptraum des Pflegealltags, für die Betroffenen eine schmerzhafte Angelegenheit. Fachkräfte unterscheiden verschiedene Stufen des Wundliegens.

Delir

Ein Delir ist ein akuter, meist vorübergehender Verwirrtheitszustand, gekennzeichnet durch plötzliche Störungen des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung (z.B. Halluzinationen). Es ist eine ernstzunehmende, oft lebensgefährliche Hirnfunktionsstörung, die häufig nach Operationen, bei Infektionen oder Entzug auftritt. Eine rasche medizinische Behandlung der Ursache ist essenziell. Wichtige Aspekte zum Delir: Symptome: Plötzliche Desorientierung, Konzentrationsstörungen, Schwankungen des Bewusstseins, Halluzinationen, Angst, … Weiterlesen

Demenz

Als Demenz bezeichnet man ein neurologisches Krankheitsbild, das durch den progredienten Verlust kognitiver Fähigkeiten gekennzeichnet ist. In späteren Krankheitsstadien kommt es in der Folge zu einem Verlust der Alltagskompetenz und zu einem Persönlichkeitszerfall.

Dendriten

Dendriten sind baumartige, verzweigte Fortsätze von Zellen, hauptsächlich von Nervenzellen (Neuronen), die Signale von anderen Nervenzellen empfangen und zum Zellkörper leiten. Sie fungieren als Empfangsantennen und erhöhen die Oberfläche für den Kontakt mit anderen Neuronen über Synapsen. Der Begriff kann auch für andere Strukturen mit baumartiger Form verwendet werden, wie etwa Ablagerungen in Akkus oder … Weiterlesen